EHEC-Infektionsquelle schnellstens finden

Sondersitzung im Bundestag zu EHEC-Infektionen

(Foto: privat)

Berlin. (pm) Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Bundestages hat sich am Mittwoch mit der starken Ausbreitung der EHEC-Erkrankungen befasst. Alois Gerig, Obmann der Unionsfaktion in dem Ausschuss, erklärte nach der Sondersitzung: „Wir sind tief betroffen über die EHEC-Infektionen und ihre Folgen, insbesondere über die Zahl der Toten und schwer Erkrankten.“

Während der Sitzung informierte die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, zusammen mit Experten des Robert-Koch-Instituts, des Bundesinstituts für Risikobewertung und des Bundeamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Abgeordneten über die laufenden Untersuchungen. Um die Quelle der EHEC-Infektionen festzustellen, müssen nicht nur Lebensmittel, sondern auch ihre Transportwege und Verpackungen untersucht werden. Leider können weitere Erkrankungen und auch Todesfälle nicht ausgeschlossen werden.

„Die Infektionsquelle muss schnellstmöglich gefunden werden – alle Behörden und Parteien sind gefordert, an einem Strang zu ziehen“, forderte Alois Gerig. Bis die Infektionsquelle gefunden und beseitigt worden ist, sollten alle Verbraucher die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (www.bfr.bund.de) unbedingt befolgen.

In der Ausschusssitzung kam auch die Lage der Landwirte zur Sprache, die völlig unverschuldet massive Absatzeinbußen erleiden und nun in eine existenzbedrohende Situation geraten. Alois Gerig warnte insbesondere die Grünen, die Landwirtschaft durch EHEC-Erkrankungen in Misskredit zu bringen. „Für ungerechtfertigte und populistische Beschuldigungen werden weder die Verbraucher noch die Landwirte Verständnis aufbringen,“ ist sich Alois Gerig sicher. Stattdessen müsse geprüft werden, wie den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben über diese schwierige Zeit hinweg geholfen werden könne.

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