Ortschaftsrat Mudau säubert Quellenweg

von Liane Merkle

Unser Foto zeigt einen Teil des Ortschaftsgremiums bei der großen Säuberungsaktion.

Mudau. Wie wichtig den Mudauern ihr gutes Wasser ist und wie sehr sie es würdigen, dokumentiert die derzeitige Fertigstellung des „Mudauer Quellenwegs“ unter Federführung von Christoph Müller, der die Entwicklung der Wasserversorgung der letzten 120 Jahre in Mudau verdeutlicht. Diese gehört zur Kulturgeschichte des Odenwaldes und begann mit den Quellen. Allerdings sind Brunnen schon vor 2.000 Jahren aus der römischen Besatzung auch in unserer Heimat nachweisbar. Belegt wird das durch die Ausgrabungen der römischen Bäder am einstigen Odenwaldlimes.

Der Ortschaftsrat Mudau hatte noch unter Führung von Ortsvorsteher Kurt Müller die Idee, dass Quellgebiet der Hohenbuschquelle wieder stärker in das Bewusstsein zu holen. Kollegial krempelte das Nachfolge-Gremium unter OV Klaus Erich Schork nun die Ärmel hoch und brachte den alten Hochwasserbehälter zu neuem Glanz und Ansehen. Schließlich ist er ein wichtiger Zeuge der Kulturgeschichte und noch immer „im Einsatz“.

Es war eine echte Herausforderung zu früheren Zeiten, das kostbare Nass aus den felsigen Tiefen ans Tageslicht zu bringen.1878 – 1886 versorgten sich die Mudauer über sechs Brunnen im Ort. Es waren dies der Gänse-, der Rathaus-, der Gemeinde-, der Bäder- und der Petersbrunnen sowie die Seequelle. Und eben diese „Seequelle“ im Gewann „Hoher Busch“ sollte die Gemeinde 60 Jahre lang mittels einer Holzleitung das Rückgrat der Mudauer Wasserversorgung werden.

Die Gemeinde griff die Idee des Ortschaftsrates auf und konnte zusammen mit dem Naturpark Neckar-Odenwald den neuen Mudauer Quellenweg konzipieren und umsetzen, der am 10. Juli im Rahmen einer Rundwanderung ab 13 Uhr (Abmarsch Rathaus) seiner Bestimmung übergeben wird.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: