„Limes grenzenlos“ bis zum großen Regen

von Liane Merkle

Schloßau/Hesselbach. „Limes grenzenlos“ erlebten bis zum großen Regen am vergangenen Sonntag etwa 40 interessierte Wanderer unter der ebenso fachkundigen wie kurzweiligen Führung von Limes-Cicerones Bruno Trunk. Man traf sich beim neu sanierten Schloßauer Forsthaus, um auf dem sogenannten Römerweg vorbei am Schloßauer Kastell Kultur und Natur pur erleben zu können und schließlich an der Schneidershecke neben der Geschichte zu den Wachtürmen, dem Tempel und den Gottheiten so einige Histörchen über das italienische Schloßau vor 2000 Jahren zu erfahren. Doch auch die Anekdoten jüngerer Vergangenheit kamen nicht zu kurz. Man war ja in Gesellschaft eines profunden Heimatkenners und –historikers.

Bruno Trunk wusste spannend zu erzählen, dass z.B. die Seitzebuche ihren Namen von einem überaus engagierten Förster Seitz hat, der am Schloßauer Tor wohnhaft und von Wilderern erschossen worden war. Und als Hintergrund zu dem Bildstock, der seit einiger Zeit wieder am Forsthaus platziert ist und durch die „Brötchen“-Abbildung besonders auffällt, erzählte der Limes-Cicerones vom dem Bäcker, der in einem hohlen Baum Schutz vor einem Unwetter gesucht hatte und dann nicht mehr heraus konnte. Er versprach, sich mit einem Bildstock zu bedanken, wenn ihm geholfen würde. Und er hielt sein Wort als ihn ein Wanderer befreite.

Nach diesem längeren Rückblick in diverse Epochen des Odenwaldes ging die Wanderung weiter Richtung Hesselbach. Am höchsten Punkt und Wachturm des Odenwaldlimes bei 530 Metern legte man eine Rast ein, bevor man am steinernen Limes vorbei zur Landesgrenze kam, wo sich ebenfalls ein Kastell befand.

Das einsetzende Unwetter beendete die Wanderung vorzeitig beim Wachturm kurz vor Hesselbach und ein Bus brachte die gut gelaunte Gruppe zurück nach Schloßau.

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