Miniaturmodell für Erneuerbare Energien

H-O-T setzt auf Kooperation mit Ausbildungswerkstatt Neckarzimmern


Landrat Dr. Achim Brötel und H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm sind begeistert vom Engagement der Azubis rund um Ausbildungsleiter Martin Teichmann in Neckarzimmern. (Foto: privat)

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) So mancher Landwirt ist längst auch zum Energiewirt geworden. Wärme und Strom aus Stall, Feld und Wald haben Zukunft. Bioenergie ist dabei ein echter Alleskönner. Um die Bedeutung der Bioenergie in diesem Kontext zu verdeutlichen, hat die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) in Kooperation mit der Ausbildungswerkstatt der Bundeswehr in Neckarzimmern ein ganz besonderes Projekt gestartet: Ein Miniaturmodell der Biogasanlage in Rosenberg soll entstehen.

Von den geplanten Aktivitäten und dem „Baufortschritt“ der Biogasanlage hat sich nun auch Landrat Dr. Achim Brötel ein Bild gemacht. Bei einem Besuch der Ausbildungswerkstatt in Neckarzimmern informierte Ausbildungsleiter Martin Teichmann über die geplante Anlage und sprach offen über die Planungs- und Aufbauphase. „Für unsere Auszubildenden ist das natürlich ein tolles Projekt, das jede Menge unterschiedliche Anforderungen stellt“ betonte Teichmann. Außerdem stellt die Mitarbeit am Modell für die Azubis, die den zivilen Ausbildungsberuf „Elektroniker /-in für Geräte und Systeme“ erlernen, einen ganz konkreten Mehrwert dar. Neben zahlreichen elektrischen Bauteilen, wird am Modell auch ein Flachbildschirm viele Informationen rund um das Thema Erneuerbare Energien darstellen. „Wir beschreiten mit dem Modell neue Wege und wollen einige innovative Lösungsmöglichkeiten zum Einsatz bringen“ verrät Martin Teichmann. Eine Verknüpfung mit dem Thema Erneuerbare Energien ist heute für nahezu alle Berufsgruppen von entscheidender Bedeutung.

Über das gemeinsame Engagement freut sich auch Landrat Dr. Achim Brötel, der stolz ist das im Neckar-Odenwald-Kreis ein solches Vorzeigeprojekt entsteht: „Bis zur Bauabnahme müssen die Auszubildenden noch etwas Arbeitszeit investieren, aber ich bin sicher dass am Ende ein absolutes `Erfolgs-Modell` stehen wird“.

Es handelt sich um ein sehr innovatives Projekt, dass den Azubis erste Anknüpfungspunkte mit den Themen Erneuerbare Energien und Umwelttechnik bieten soll. „Das Modell ist für uns ein sehr wichtiges Instrument, um die Bürgerinnen und Bürger über regenerative Energien zu informieren“ unterstrich H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm. Gemeinsam setzt man dabei voll auf den Ideenreichtum und das technische Know-How der Auszubildenden in Neckarzimmern. Das Modell soll nach seiner Fertigstellung als Höhepunkt einer Wanderausstellung zum Thema Erneuerbare Energien dienen, die ab diesem Sommer durch die Rathäuser der Region H-O-T touren wird.

Wie Biogas hergestellt und genutzt werden kann, soll anhand dieses praktisch funktionierenden Modells gezeigt werden. Das stark handlungsorientierte Projekt stellt die energetische Nutzung von Biomasse in den Vordergrund. Das Modell der Biogasanlage wird im Rahmen des Ausbildungsunterrichts von einer eigens dafür gegründeten Arbeitsgruppe aufgebaut. Wie das Ganze im großen Maßstab funktioniert, davon haben sich die Beteiligten bereits ein Bild machen können. Schon zu Jahresbeginn wurde eine Exkursionsfahrt zur Biogasanlage nach Rosenberg durchgeführt. Die Besucher konnten sich dort intensiv über den Anbau von Energiepflanzen, Technik und Vergütungsmodelle informieren. Kurzerhand entschied man sich daraufhin, einen detailgetreuen Nachbau der Rosenberger Anlage zu fertigen.

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1 Kommentar

  1. Betrieb einer Biogasanlage ist unmoralisch

    Betrieb einer Biogasanlage = Perversion. Lebensmittelvernichtung, Vermaisung der Landschaft, Überdüngung der Anbauflächen und damit mögliche Schädigung des Grundwassers, in den Anlagen verschmelzen Bakterien miteinander, es entstehen Mutierungen die es zuvor nicht gab und diese werden dann als Düngemittel auf die Äcker gebracht.

    Angedacht Bioabfälle sinnvoll zu verwerten und plötzlich baut man Abfälle auf gutem Ackerboden an.

    Selbst wenn wir die gesamte deutsche Lebensmittelproduktion in die Biogasanlagen werfen, wird dadurch das Energieproblem hier nicht gelöst. Die Anzahl der Biogasanlagen steigt aber weiter und damit steigt auch der Flächenbedarf für den Anbau von Energiepflanzen sowie für die Verbringung der Gärreste.

    Im Landkreis Soltau-Fallingbostel (Niedersachsen) liegt der Flächenbedarf der Biogasanlagen bei ca. 28 %, Tendenz weiter steigend. Dadurch erhöht sich die Flächennachfrage, zwangsläufig verkleinert sich die Fläche für die Produktion von Lebensmitteln und das Angebot wird verringert. Im Landkreis Oberhavel (Brandenburg) gibt es mittlerweile 17 Biogasanlagen, zwei weitere sind genehmigt, drei weitere Anlagen in Planung.

    „Die Jägerschaft klagt in einigen Regionen Deutschlands über kaum noch zu bändigende Population an Wildschweinen, die durch den verstärkten Maisanbau immer bessere Futterquellen finden. Ebenso sind die Imker besorgt, da durch den Anbau von Energiepflanzen die Bienen immer weniger Nahrung finden und das Bienensterben neue erschreckende Ausmaße annimmt.“

    Die benötigte Energiemenge wird durch diese Handhabung nicht beschafft und in der dritten Welt und hier steigen die Lebensmittelpreise. „Aus Lebensmitteln mit einem Wirkungsgrad von 20 Prozent Strom zu machen, ist verantwortungslos und unmoralisch.“

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