Bürgermeister Jürgen Galm wird 50

von Liane Merkle

Bürgermeister Jürgen Galm – Im Rathaus Robern aufgewachsen, zog es ihn im Erwachsenenleben ins Rathaus Osterburken.

Osterburken/Großeicholzheim. Man hört ja oft, dass die Umgebung, in der ein Mensch aufwächst, diesen entscheidend prägt. Einer, bei dem das ganz sicher zutrifft, feiert am heutigen Freitag seinen 50. Geburtstag. Die Rede ist von Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm.

Geboren am 17. Juni 1961 in Mosbach wuchs er in der Lehrerwohnung im Obergeschoss des Roberner Rathauses auf. Er erinnert sich, dass er schon damals das Treiben in den Verwaltungsräumen genoss und sein Berufswunsch ganz entscheidend von dieser Zeit geprägt worden sei. Doch im Alter von 14 Jahren wurde der Schüler des Nikolaus-Kistner-Gymnasiums in Mosbach aus der gewohnten Umgebung herausgerissen und musste mit den Eltern nach Großeicholzheim ins großelterliche Haus umziehen. Nur widerwillig mit umgezogen half ihm schließlich sein großes Hobby Fußball dort schnell heimisch zu werden. Nach der Bundeswehrzeit begann Jürgen Galm eine Ausbildung zum gehobenen Verwaltungsdienst bei der Gemeindeverwaltung Limbach und im Landratsamt Mosbach und schloss diese dann mit dem zweijährigen Studium zum Diplomverwaltungswirt an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl ab.

Wie im Sport war Jürgen Galm auch im Beruf ehrgeizig und kam beruflich schnell vorwärts. Nach der ersten Station beim kommunalen Rechenzentrum Heidelberg kam er zum Landratsamt Mosbach, war dort beim Amt für Kreisentwicklung und Aussiedlerwesen und bei der Unteren Wasserbehörde und Naturschutzbehörde und wurde dann 1997 Persönlicher Referent von Landrat Piepenburg. Diese Tätigkeit war verbunden mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Leitung der Geschäftsstelle des Kreistages sowie der später eingegliederten Forstbehörden. Also ideal um viel und vielschichtige Erfahrung zu sammeln.

Die Wahl seines damaligen Chefs zum Landrat des Landkreises Heilbronn setzte dann ein Amtswechselkarussell in Gang, das ihm die Bewerbung in Osterburken ermöglichte. Und jetzt, nach fünf Jahren im Amt des Bürgermeisters, resümiert Jürgen Galm, dass das Amt ihm zwar noch viel mehr abverlangt habe, als er sich je gedacht hätte, dennoch könne er sich keinen schöneren und interessanteren Beruf vorstellen und habe noch keinen Tag bereut.

„Mein Ansporn für die Zukunft ist meine Verbundenheit zur Heimat und zu den tollen Menschen hier, denen ich zu optimalen Rahmenbedingungen für das Leben im ländlichen Raum verhelfen möchte“. In Osterburken gehöre dazu die Funktion als Schulstadt, der weitere Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten, die schon jetzt recht guten Verkehrsverbindungen, die jedoch im ÖNV noch verbesserungswürdig seien, sowie die Förderung der Wirtschaft gerade auch in der interkommunalen Zusammenarbeit über den Zweckverband Regionaler Industriepark (RIO).

Nicht zu vergessen, die Römer und der Limes, die ihn wie die Verwaltung eigentlich schon sein ganzes Leben begleiten. Nur sei sein historisches Interesse erst mit zunehmendem Alter gewachsen, und damit sein Ehrgeiz, „seine Römerstadt“ mit Leben und Tourismus zu erfüllen. Der Sportler Jürgen Galm verbindet noch heute Fitness im Sport mit der im Beruf. Der Sport habe ihm außerdem zu einem enormen Bekannten- und Freundeskreis verholfen, was zum einen die Arbeit oft leichter gemacht, zum anderen die Teamarbeit gefördert habe, die auch in einem Rathaus und allen damit verbundenen Aufgaben und Funktionen unerlässlich sei. Schließlich hängen mit dem Amt des Bürgermeisters auch eine ganze Reihe Ehrenämter und Nebentätigkeiten zusammen.

In Osterburken z. B. als Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes, des Zweckverbandes RIO und der Gruppenkläranlage Seckachtal, der Gesellschafterversammlung der Wasserversorgung Bauland GmbH, der Sparkasse-Bauland-Stiftung, des Fördervereins BBO und des Kirchlichen Bauvereins Bernhardusheim – St. Kilian sowie als stv. Vorsitzender des Abwasserverbandes „Oberes Rinschbachtal“ mit Sitz in Buchen und des Sportkreises Buchen. Des weiteren ist er Mitglied in zahlreichen Vereinen und Institutionen. So z. B. im Ausschuss Umwelt, Verkehr, Ver- und Entsorgung beim Städtetag Baden-Württemberg, im Kreistag des Neckar-Odenwald-Kreises, im Aufsichtsrat der AWN sowie im Verwaltungsrat, Kredit- und Personalausschuss der Sparkasse Neckartal-Odenwald.

Jürgen Galm ist dankbar, dass seine Familie so fest zu ihm steht und ihm den Rücken frei hält, denn schließlich bleiben bei einem solchen Rund-um-die-Uhr-Job Ehefrau Silvia und die beiden Kinder Anna-Sophia und Philipp im Alter von mittlerweile 17 und 22 Jahren zeitmäßig auf der Strecke.

Der Jubilar ist sich sehr bewusst über das Geschenk dieses guten Familienzusammenhalts und der Gesundheit. Beides ist ihm sehr wertvoll und erfüllt ihn mit großer Dankbarkeit.

Den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zum heutigen Ehrentag schließt sich NOKZEIT mit den besten Wünschen für die Zukunft gerne an.

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