Geo-Naturpark tagte in Neckarsteinach

Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald als Vorreiter für Qualität und neue Schul-Projekte in der Region

Beste Aussichten auf das kommende Jahr: Matthias Wilkes (Geo-Naturpark-Vorsitzender und Landrat Kreis Bergstraße, im Strandkorb li.) mit Vorstandskollegen (v.r.: Bürgermeister Karl Ohlemüller, Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Eberhard Petri, Landrat Dietrich Kübler, Geschäftsführer Reinhard Diehl sowie Siegmar Hartlaub i.V. für Landrat Schwing). (Foto: Dr. Jutta Weber)

Bergstraße-Odenwald. (jw) Die Richtung steht fest – im Rahmen seiner Sitzung beschloss der Vorstand des Geo-Naturparks, die Qualität der vielfältigen Arbeitsbereiche nun auch von hochoffizieller Stelle bestätigen zu lassen. Im Laufe des kommenden Jahres soll die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 erfolgen, die Vorbereitungen zur Etablierung dieses international anerkannten Qualitätsstandards laufen bereits auf Hochtouren. Mit dieser vorausschauenden Maßnahme, so Geo-Naturpark-Vorsitzender Matthias Wilkes, nimmt der Geo-Naturpark sowohl national wie auch im Globalen Geopark-Netzwerk der UNESCO eine Vorreiter-Rolle ein.

In die Maßnahmen zum Qualitätsmanagement werden neben internen Maßnahmen wie etwa der Überarbeitung der Homepage auch die Mitgliedskommunen und Kooperationspartner sowie die Vor-Ort-Gruppen des Geo-Naturparks aktiv mit eingebunden. Diese Initiative wird auch international Schule machen, so die einhellige Meinung der Vorstandsmitglieder.

Schule macht der Geopark auch in direktem Wortsinn: Die Zusammenarbeit mit Gymnasien und Gesamtschulen sowie Real- und Hauptschulen der Geo-Naturpark-Region, die in den vergangenen Jahren initiiert und mit Leben gefüllt worden ist, soll nun in Zusammenarbeit mit der IHK Darmstadt und der Universität Frankfurt weiter ausgebaut werden.

Neben Geopark-AG´s, Exkursionen, Unterrichtseinheiten und Projektwochen für die Schüler, die von der Themenvielfalt und den Arbeitsprojekten begeistert sind, wird nun ein weiterer Schwerpunkt auf die Lehrerfortbildung gelegt. Die thematische Verbindung von Erdgeschichte, Natur und menschlichem Wirken in unserer Region bietet erhebliche Potenziale für einen fachübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht. Dabei ist die Kombination von Fachwissen und direkten Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen von individuell entwickelten Projekten vor Ort von besonderem Interesse.

Hier soll das bereits bestehende Netzwerk von Geo-Naturpark-Schwerpunktschulen im kommenden Jahr weiter ausgebaut und die Zusammenarbeit mit den Lehrern durch entsprechende Module zur Fortbildung intensiviert werden.

Die verschiedenen Arbeitsfelder des Geo-Naturparks werden darüber hinaus im kommenden Herbst unter einem ganz besonderen Focus stehen: Als Gastgeber der Jahrestagung des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) wird Geo-Naturpark-Vorsitzender Matthias Wilkes, seit dem vergangenen Jahr ebenfalls Vorstandsmitglied des VDN, die Vertreter von mehr als 100 Naturpark-Regionen Deutschlands begrüßen.
Die Teilnehmer werden sich mit dem Thema „Naturparke – Instrumente zur Stärkung des ländlichen Raumes“ auseinander setzen und die hiesige Region sowie die Partner vor Ort im Rahmen von vier Exkursionen kennen lernen.

Der VDN, der auf sein 50-jähriges Jubiläum zusteuert, wurde zudem im Jahr 1962 im hiesigen Geo-Naturpark auf Schloss Hirschhorn gegründet. Dies wird im Rahmen der Tagung entsprechende Würdigung finden. Und eine feierliche Übergabe steht dem Geo-Naturpark in diesem Zusammenhang ebenfalls ins Haus – verbunden mit Lob und Ansporn gleichermaßen, wie Geschäftsführer Reinhard Diehl durchblicken ließ – mehr dazu verrät er dann im Herbst.

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