Kartenbüro in Zwingenberg hat geöffnet

(Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis/Zwingenberg. Die Ruhe, die Schloss Zwingenberg hoch über dem Neckar ausstrahlt, trügt: immer mehr Fäden laufen zusammen, die Vorbereitungen für die 29. Saison der Zwingenberger Schlossfestspiele nehmen immer konkretere Gestalt an.
Das gilt auch für den Vorverkauf; wer Karten im Vorfeld erwerben wollte, war zunächst auf das Internet angewiesen bzw. musste schriftlich bestellen. Seit 2. Mai sind entsprechende Anfragen auch telefonisch (06263/771) möglich. Zu den Vorverkaufsstellen in der Mosbacher Scheffelstraße 1, bei der Touristeninfo in Mosbach und in Eberbach kommt ab sofort auch noch „das“ Kartenbüro schlechthin dazu. Denn seit Samstag, 2. Juli kann man nun auch wieder direkt in Zwingenberg in der Alten Dorfstr. 8 am Rathaus Karten für das diesjährige Programm erwerben. Immer donnerstags von 14 bis 16.30 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr sind jetzt auch hier die Türen geöffnet.

Was steht auf dem Programm vom 5. bis 21. August? Eröffnungspremiere wird Otto Nicolais auf William Shakespeare gründende Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ sein. Ein Opus, das sowohl von Solisten als auch vom Orchester ein Höchstmaß an Virtuosität, Leichtigkeit und Spielfreude verlangt und als „köstlich-humorvoller Leckerbissen für´s Publikum“ angekündigt wird. Aufführungstermine sind der 5., 7. (17 Uhr!), 14. und 20. August.
Die zweite große Premiere ist Carl Zellers unvergängliches Werk „Der Vogelhändler“. Ein Stück, das laut Intendant Karsten Huschke den Anschein mache, als sei es „eigens für den Zwingenberger Schlosshof komponiert worden“. Zellers Musik ist volksverbunden und steht in der klassischen Tradition von Schubert bis hin zu Mozart, kurz: Eine Werk der Wiener Operette mit wunderbaren Melodien, wie es die Zuhörer lieben und wie sie es am 6., 12., 18. und 21 (17 Uhr!) August genießen können.

Neuland beschreiten will Huschke sowohl musikalisch-theatralisch wie auch konzeptionell mit einem Stück spartenübergreifenden Theaters: der berühmten „Dreigroschenoper“ von Bertold Brecht und dem Komponisten Kurt Weill. Wer kennt sie nicht, die „Moritat vom Mackie Messer“, jener Eröffnungssong des Stückes, der sowohl den Hauptprotagonisten wie auch das Werk weltberühmt werden ließ? Lebendig werden dabei die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts, der geistige Nährboden der Dreigroschenoper, deren Fragen nach Wertgesetz und Moral gerade heute wieder aktueller denn je sind. Premiere feiert dieses Stück am 13. August, weitere Aufführungen sind für den 17. und 19. August geplant.

Das mittlerweile sehr beliebte Kinderkonzert – diesmal „Der Schulmeister“ von Georg Philipp Telemann –lädt mit Kinder- und Jugendchor, dem Orchester der Schlossfestspiele und einigen Solisten alle kleinen Gäste am Sonntag, 14. August um 15 Uhr zum Besuch auf dem Schloss ein. Und natürlich kann sich auch das Rahmenprogramm sehen lassen: Vom Gruselvergnügen „Das Gespenst von Canterville“ (7. August, 11 Uhr) über „Barocke Leidenschaften“ in der Kirche zu Strümpfelbrunn (14. August, 11 Uhr) bis hin zum Strauß´schen Melodram „Enoch Arden“ im Mosbacher Rathaussaal (16. August) und zu einer musikalischen Reise mit dem Titel „Wien und der Wein“ (21. August, 11 Uhr) sollte für unterschiedliche musikalische Geschmäcker etwas dabei sein.

Infos im Internet:
www.schlossfestspiele-zwingenberg.de

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