Ortschaftsrat tagte auf zwei Beinen

Die Friedhofskapelle muss renoviert werden. (Foto: Hofherr)

Oberdielbach. Zu einer „bewegten“ Ortschaftsratssitzung begrüßte Oberdielbachs Ortsvorsteher Herbert Bachert nicht nur seine Kollegen im Gremium, sondern auch Bürgermeister Klaus Schölch, Gemeinderäte sowie einige interessierte Bürgerinnen und Bürger am Alten Brunnen.

Grund für den ungewöhnlichen Treffpunkt war eine Ortsbegehung, die an der Brunnenanlage im Wiesengrund begann. Dort war es in den vergangenen Jahren, nach dem Bau des Retentionsbodenfilters immer wieder zu Problemen mit einer Quelle gekommen, weshalb die Anwohner befürchten, dass ihre Keller bzw. Fundamente der Anliegerhäuser in Mitleidenschaft gezogen werden. Ortsvorsteher Bachert und Gemeindeoberhaupt Schölch sicherten zu, dass man das Problem in Augenschein nehmen und bei Gelegenheit beseitigen werde.

Weiter ging es in die Schulstraße, wo gegenüber des Feuerwehrgerätehauses eine Christbaumplantage für Diskussionen sorgt. Da die Bäume inzwischen nicht mehr den Vorschriften entsprechen, sondern aufgrund mangelnder Pflege nicht mehr vorschriftsgemäß sind, muss der Eigentümer die Bäume umgehend beseitigen.

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Mit Blick zum Wiesengrund besichtigen Gemeinde- und Ortschaftsräte unter Führung von Ortsvorsteher Herbert Bachert (2.v.re.) und Bürgermeister Klaus Schölch (3.v.re.) ein gewerblich genutztes Grundstück. (Foto: Hofherr)

In der Schollbrunner Straße gab es wegen eines Gewerbebetriebs, der mit historischen Feuerwehrfahrzeugen handelt, immer wieder nachbarschaftliche Reibereien. Da der Unternehmer inzwischen alle Auflagen erfüllt, gesetzliche Regelungen eingehalten werden und das Grundstück in einem sogenannten Mischgebiet liegt, müssen die Nachbarn eventuelle Störungen hinnehmen. Vonseiten der Gemeinde sieht Bürgermeister Klaus Schölch aufgrund der genannten Fakten keinen Handlungsbedarf. Man könne höchstens vermittelnd tätig werden, sofern dies gewünscht wird.

Weiter ging es zum Friedhof Dielbach. Aufgrund eines undichten Dachs ist dort die Innenwand sanierungsbedürftig. Der Malereibetrieb Erwin Back hat sich bereit erklärt, die Arbeiten kostenlos auszuführen, sodass die Gemeinde lediglich das Material finanzieren muss. Die Außenwände will der Ortschaftsrat in einer gemeinsamen Aktion selbst streichen.

Bei der weiteren Besichtigung des Friedhofs erläuterte Bürgermeister Schölch, dass man künftig auf dem Friedhof Waldkatzenbach einen Friedenshain anlegen werde, um dort Baumbestattungen zu ermöglichen. Im Ortsteil Strümpfelbrunn sollen außerdem Rasengräber entstehen, sodass Verstorbenen und Angehörigen verschiedenste Bestattungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

Letzte Station auf dem Gang durch Dielbach war das alte Schwimmbad bzw. der seit kurzem leere Brandweiher. Um Gefahren für spielende Kinder zu beseitigen soll der Bauhof der Gemeinde Sicherungsmaßnahmen vornehmen. Über eine Beseitigung soll zu einem späteren Zeitpunkt beraten werden.

Bei der anschließenden Sitzung im Gasthaus Rose standen noch einige Tagesordnungspunkte auf dem Programm. So ging es unter anderem um den Seniorenausflug und um die Elektroinstallation in der Dielbacher Grillhütte. Die Firma Elektro Wunder wird auf den Arbeitslohn verzichten, sodass lediglich Materialkosten fällig werden.
Auf Anregung von Ortsvorsteher Herbert Bachert will man in den nächsten Jahren eine Lück schließen und als letztes der Winterhauchdörfer ein eigenes Dorffest organisieren. Dabei sollen auch die örtlichen Vereine eingebunden werden, weshalb eine der nächsten Sitzungen genutzt werden soll, um das Thema voranzutreiben.

Nachdem noch einige Fragen vonseiten der anwesenden Bürgerinnen und Bürger beantwortet bzw. diskutiert worden waren, schloss Ortsvorsteher Bachert die Sitzung.

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Die meterhohen Nadelbäume im Wiesengrund müssen beseitigt werden. (Foto: Hofherr)

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