Wehrpflicht abgeschafft – Zivi wird Bufdi

MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel. (Foto: privat)

Odenwald/Kraichgau. (pm) Seit 01. Juli 2011 ist die Wehrpflicht in Deutschland nur noch Geschichte. Damit endet auch der Zivildienst, den Kriegsdienstverweigerer leisten musste.

Mit der Absicht, die gesellschaftlich wertvollen und unverzichtbaren Leistungen, die bislang durch Zivildienstleistende abgedeckt wurden, ersetzen zu können, wurde der Bundesfreiwilligendienst eingerichtet. Doch es zeichnen sich bereits jetzt Schwierigkeiten ab, da an vielen Stellen Bewerberinnen und Bewerber fehlen. Die Fraktion der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg fordert die Bundesregierung deshalb auf, das Programm nachzubessern. Denn Freiwillige, die Zivildienstleistende ersetzen sollen, fehlen an allen Ecken und Enden.

Um hier Abhilfe zu schaffen, sind nach Auffassung der Landtagsabgeordneten Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis90/Grüne) schnelle und durchdachte Nachbesserungen dringend erforderlich: „Die unterschiedlichen Freiwilligendienste müssen klar differenziert, transparent, attraktiv vergütet und arbeitsmarktneutral gestaltet werden. Für Interessierte aller Generationen und die unter Fachkräftemangel leidende Sozialwirtschaft wird es zudem darauf ankommen, dass der Dienst wertgeschätzt wird und dass Perspektiven eröffnet werden – mit ganzheitlicher pädagogischer Begleitung und politischer Bildung, Kombinationsmöglichkeiten mit schulischer Weiterbildung bis hin zum Abitur, Erleichterung und Anrechnung bei anschließender Ausbildung im Sozialwesen sowie Pluspunkten bei Studienbewerbungen. Wenn der Wegfall des Zivildienstes nicht ausreichend zu kompensieren ist, werden die Folgen hauptsächlich auf kommunaler Ebene zu spüren sein.“

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: