Interkulturellen Garten eröffnet

von Lisa Atsma

Ein Schild am Eingang lädt in den Interkulturellen Garten. (Foto: privat)

Neckargemünd. Wer am vergangenen Samstagnachmittag auf dem Radweg nach Wiesenbach fuhr, konnte bemerken, dass im Gartengelände bei der Kuppe etwas Besonderes im Gange war: es waren nicht nur wie sonst Menschen bei der Arbeit an ihren Beeten , beim Mähen oder Gießen zu sehen, sondern eine größere Gruppe von Menschen an Tischen und Bänken, dazu festliche Musik und munteres Stimmengewirr von Kindern und Erwachsenen. Die Gruppe des Interkulturellen Gartens hatte zu ihrer offiziellen Eröffnungsfeier eingeladen, nachdem das Gelände gegenüber dem Vorjahr jetzt mehr Gestalt durch verschiedene Parzellen und eine schön gegliederte Gemeinschaftsfläche angenommen hat. Seit dem Frühjahr sind sie ein eingetragener Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit.

Die Vorsitzende Lisa Atsma begrüßte im Namen der 20 Mitglieder mit zehn Nationalitäten die Gäste, unter ihnen besonders Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des BUND, als Gründungsmitglied, die dazu ermutigt hatte, in Neckargemünd ein Projekt zu wagen, was sonst eher in Großstädten zu finden ist. Aus der Stadt waren Bürgermeisterstellvertreter Winfried Schimpf, F. Geißler von den Grünen, Wolfgang Beck vom Stadtteilverein Wiesenbacher Tal sowie H. Uhrig von der Bezirkssparkasse gekommen und bekundeten Interesse und ihre weitere Unterstützungsbereitschaft für anstehende Aufgaben wie die noch ungelöste Wasserversorgung.

Eine besondere Freude war der Besuch der Landtagsabgeordneten der Grünen, Frau Schneidewind- Hartnagel, die sich als Gründungsmitglied des Eberbacher Interkulturellen Frauengartens auch für die andern Gartenprojekte in der Region interessiert. Der Kontakt zur Eberbacher Gruppe besteht schon seit einiger Zeit, am Samstag überbrachte Ulrike Riedl mit einem Gartenbuch herzliche Grüße und wünschte – entsprechend dem Buchtitel- dass die Interkulturellen Gärten immer Orte des Willkommens seien. Die 2. Vorsitzende , Yusra Al- Hadjadj wies auf die uralte Gartentradition ihrer Heimat Irak hin, die schon in den Erzählungen von den Gärten der Semiramis beschrieben ist.

Die Kinder, die zur Gruppe gehören, erheiterten die Anwesenden mit Jonglierkunst, Zauberstückehen und mit einer Rätselstation zu Naturgegenständen.
Nach einigen Gartenweisheiten, jeweils in der Muttersprache vorgetragen- auf indisch, philippinisch, togolesisch, spanoisch,englisch und schließlich auf plattdeutsch – sowie zwei weiteren fröhlichen Musikstücken von Susanne Krumstroh, Querflöte, und Martin Metz, Klarinette, war Zeit, sich mit köstlichen Getränken und Speisen am Büffet zu versorgen, sich umzuschauen und miteinander zu plaudern. Wer Lust hatte, konnte an den vorbereiteten Spielen und einer kleinen Garten-Rallye teilnehmen.

Dazu, dass alle sich wohlfühlten und Freude über das bisher Erreichte empfanden, trugen Sonne und Sommerhimmel bei unter den alten Obstbäumen des Bauerschen Gartens.

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Die Landtagsabgeordnete von Bündnis90/Grünen Charlotte Schneidewind-Hartnagel (2.v.li.) im Gespräch mit der Ehrenvorsitzenden des BUND Dr. Angelika Zahrnt (3.v.re.). (Foto: privat)

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