20 Jahre „Haus Lebensquell“

von Liane Merkle

Elisabeth und Martin Lorch sowie Hans Müller im entspannten Seelsorge-Gruppengespräch.

Langenelz. Als eine „beispiellose Wundergeschichte im Vertrauen auf Gott“ sehen Martin Lorch und seine Frau Elisabeth auch nach 20 Jahren noch den Werdegang des Seelsorgehauses „Haus Lebensquell“ und des gleichnamigen Vereins für christliche Seelsorge und Erneuerung.

Eigentlich, so Martin Lorch, habe alles mit seiner Berufung zu diesem Dienst im Januar 1987 begonnen. Vier Jahre später habe man das Haus in Langenelz gefunden und nach eingehender Beratung vom christlichen Hilfsdienst Baden-Baden-Steinbach gekauft. Ein Abenteuer auf Basis unendlichen Gottvertrauens, denn der Kaufpreis von 650.000 DM musste innerhalb von drei Monaten finanziert werden, was mit nur einer einzigen Information im Rundbrief des Wörnersberger Ankers gelang. In der vorgegebenen Zeit kamen Spenden in Höhe von 100.000 DM und zinslose Darlehen von Freunden über 375.000 DM zusammen. Der Rest wurde über die Volksbank Leonberg finanziert. Nachdem sich das Ehepaar Lorch mit seinen drei Kindern eingerichtet hatte, fand am 22. September 1991 der 1. Tag der offenen Tür statt und die Seelsorgearbeit konnte am 1. Oktober beginnen. Schon drei Jahre später denkt man ernsthaft an Erweiterungspläne, ist aber zunächst glücklich, als im Herbst 1995 Hans und Beate Müller das Seelsorgeteam bereichern. Der Neubau begann dann 1998 mit Unterstützung von drei Mitarbeitern und vielen ehrenamtlichen Bauhelfern.

Zusammen mit rd. 200 Gästen feierte man den 10. Geburtstag des Hauses und die Einweihung des Neubaus. Seit 2005 gibt es die beliebten OASE-Gottesdienst im Haus Lebensquell, wo man einmal im Jahr zu einem Freundestreffen einlädt und viermal im Jahr die Möglichkeit besteht, das Haus und die Lebens- und Dienstgemeinschaft zu besuchen. Wie Martin Lorch resümierte, haben in den 20 Jahren „Haus Lebensquell“ 19 hauptamtliche Mitarbeiter über 200 Mitlebende und Mitarbeitende sowie Teilnehmer der „Lebensschule“ als Langzeitseelsorge betreut, die zwischen drei Wochen und einem Jahr „Mitglieder auf Zeit“ in dieser Gemeinschaft waren.

Der Trägerverein, der das Glaubenswerk verantwortlich begleitet, hatte bis jetzt 19 Mitglieder aus der Ev. Kirche und Diakonie und arbeitet als freier Trägerverein innerhalb der Ev. Kirche überregional mit seinem Angebot ökumenisch offen für jedermann. Die Seelsorge und Lebensberatung wird honorarfrei angeboten.

Weiter dankt Martin Lorch dem Freundeskreis von 300 Spendern, der 70 Prozent des benötigten jährlichen Budgets zusammenlegt. Durchschnittlich werden pro Jahr rd. 120 Ratsuchende in Seelsorge und Lebensberatung begleitet und zusätzlich genießen durchschnittlich 240 Menschen die Gastfreundschaft und Kompetenz des Mitarbeiterteams in Seminaren und Urlaubszeiten.

Am kommenden Sonntag feiert man ab 10.30 Uhr das 20-jährige Bestehen der Einrichtung, beginnend mit einem Gottesdienst unter musikalischer Begleitung von Rudi Frey. Dabei werden Beate und Hans Müller nach 16 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet und im Trägerverein wird K. Lindenmuth als 1. Vorsitzender verabschiedet und seine Nachfolgerin Gabriele Stiebig eingeführt.
Ein Kindergottesdienst mit zwei Altersgruppen findet zeitgleich statt. Das Nachmittagprogramm beinhaltet ab 13.30 einen kurzweiligen Festakt und abwechslungsreiche Beschäftigungsprogramme für Jung und Alt bei Sonne und Regen. Die Bevölkerung ist eingeladen.

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