Neue Schulpolitik kritisch begleiten

„Arbeitskreis Bildungspolitik“ steht allen offen

(pm) Nach der Wahl in Baden-Württemberg sollen nach dem Willen der grün-roten Landesregierung im Bildungsbereich neue Wege beschritten werden. Im „Arbeitskreis Bildungspolitik“ der CDU des Neckar-Odenwald-Kreises, der kürzlich tagte, wurde der Koalitionsvertrag analysiert und die große Schar an Zuhörern über die Richtungsänderung in Baden Württemberg informiert. Dabei wurde auch von den Anwesenden nochmals darauf hingewiesen, dass das bewährte gegliederte Schulsystem gerade in den ländlichen Räumen auf große Akzeptanz bei der Bevölkerung stößt.

Neue Herausforderungen, die sich aus der demografischen Entwicklung ableiten lassen, hatte gerade auch die alte Landesregierung durch die Einführung der Werkrealschule besonders im Blick. Dies wird nun in der Form von der neuen Landesregierung so nicht mehr mit getragen. Jetzt will man über die Gestaltung von Gemeinschaftsschulen auch dem Schulträger mehr Entscheidungsbefugnis erlauben.

Kritisch bemerkten alle Beteiligten, dass man darüber in Sorge ist, dass es dann in jedem Dorf eine andere Schulform gibt und es jungen Familien, die durch berufliche Veränderungen aufgefordert sind, flexibel zu sein, in Zukunft nicht unbedingt leicht gemacht wird, die richtige Schule für ihr Kind zu finden.

Weiterhin beabsichtigt die neue Landesregierung, den von der CDU begonnenen Ausbau der Ganztagesschulen, weiterzuführen. Über die inhaltliche Ausgestaltung von Ganztagesschulen, ebenso wie über den Ausbau der Schulsozialarbeit, gibt es zurzeit noch viele Absichtserklärungen. Wer unterm Strich die Finanzierung gewährleisten wird, gilt es noch auszuhandeln. Der Städte – und Gemeindetag wird an dieser Stelle klare Positionen formulieren.

Im Verlaufe der Veranstaltung wurden sowohl Chancen als auch Risiken diskutiert. So wurden viele Fragen formuliert, auf die es Antworten zu finden gilt: „Wie werden sich die Übergangsquoten ohne verbindliche Grundschulempfehlung entwickeln? Wünschen sich Schule, Eltern und Kinder G 8 und/ oder G9?
In welchem Umfang werden die Schulen und Schulträger mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet, um die Entwicklung des Schulwesens in der gewünschten Form auszubauen?“

Bei diesen vielen Fragen sind alle Beteiligten gespannt auf die Antworten der nächsten Wochen. Der Arbeitskreis werde jedenfalls die Entwicklungen im Bildungsbereich kritisch begleiten. Abschließend wies die Vorsitzende Lorenz darauf hin, dass in dem „Arbeitskreis Bildungspolitik“, bestehend aus Lehrern, Eltern und Schülern, gerne alle an dieser Thematik Interessierten, ob CDU Mitglied oder nicht, mitarbeiten können.

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