Ohne kfd wäre Kirche arm

Nicht einer alleine muss den Himmel tragen

von Liane Merkle

Musikalischer Beitrag von (v.li.) Matthias Nassellu, Marlene Otterbach, Wilma Kowatschitsch und Anita Detz.

Seckach. Sie feiern gerne, die Frauen von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd). Und die Mitglieder der Seckacher Frauengemeinschaft hatten gemäß ihren Motto „kfd – ein starkes Netz der Gemeinschaft“ bei ihrem 130. Geburtstag auch jede Menge Gründe zu feiern.

Vorsitzende Gabriele Greef hob in ihrer Begrüßung dankend hervor, dass dieses ganz besondere Netz, welches zeige „nicht einer allein muss den Himmel tragen“ gerade in dieser Gemeinschaft, vor allem aber ihrem Vorstandsteam mit Anita Detz, Wilma Kowatschitsch, Marlene Otterbach, Erika Schmidt, Ingeborg Bischoff und Mechthild Schindler immer wieder spürbar sei.

Ihr Willkommensgruß im großen Sitzungssaal des Seckacher Rathauses richtete sich an alle Frauen aus der kfd St. Sebastian und die Vertreterinnen befreundeter kfd’s, Elisabeth Hell und Christa Streng als Dekanatsvorsitzende, Präses Pfarrer Martin Drathschmidt sowie sein Vorgänger in diesem Amt Pfarrer Rudolf Bschirrer, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Matthias Nassellu, Bürgermeisterstellvertreter Norbert Richter und die Diakone Manfred Glittenberg und Bernhard Greef.

Als eines der Highlights bei diesem Geburtstag war die Ehrung langjährig verdienter Vorstandsmitglieder mit Urkunden und Präsenten ein besonderes Anliegen der 1. Vorsitzenden Gabriele Greef. So organisiert Jutta Biermayer seit 16 Jahren in hervorragender Weise den Weltgebetstag in Seckach, seit nahezu 20 Jahren zeichnen Ingeborg Bischoff und Erika Schmidt verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der verschiedensten Veranstaltungen und sie haben in Krisenzeiten für den Fortbestand der Seckacher Frauengemeinschaft gesorgt. Seit über 40 Jahren ist Verlass auf die unverzichtbaren Küchenfeen Brunhilde Bischoff und Irene Haag.
Was die 1. Vorsitzende überraschte war ihre eigene Auszeichnung durch die Vorstandskolleginnen für überdurchschnittliches Engagement und unerreichte Führungsqualitäten mit einem Blumenpräsent.

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Die geehrten Mitglieder. (Foto: Liane Merkle)

Bei Kaffee und Kuchen und im musikalisch-kulturellen Rahmen, gestaltet von Marlene Otterbach, Wilma Kowatschitsch, Anita Detz, Matthias Nassellu, Cäcilie Greef und Jutta Biermayer feierten die Gäste wunschgemäß ein wirklich fröhliches Fest, bei dem eine aufschlussreiche Powerpoint-Präsentation 130 Jahre in Welt-, Kommunal- und Kirchenpolitik Revue passieren ließ und großen Beifall fand.

Wie Präses Pfr. Drahtschmidt in seinen Grußworten bestätigte, war dies eine spannende historische Reise von der Zeit, in der Kaiser Wilhelm I. regierte, Otto von Bismarck Reichskanzler wurde, der Pfarrverweser Thomas Nörber – späterer Erzbischof von Freiburg – die Frauengemeinschaft ins Leben rief und sich 80 Seckacher Frauen zur „Bruderschaft christlicher Mütter“ fanden, über die beiden Weltkriege und die 68er-Bewegung bis zum Jahr 2011, in dem sich auch die Frauen der katholischen Frauengemeinschaft Deutschland selbstbewusst und mit entsprechendem Selbstwertgefühl positiv ins Regenbogenlicht der Öffentlichkeit trauen.

Die Anzahl an Gründungsmitgliedern war nach Ansicht von Bürgermeisterstellvertreter Richter nicht nur einmalig, sondern spreche auch heute noch für den Zusammenhalt der katholischen Frauengemeinschaft Deutschland, die laut Matthias Nassellu mittlerweile von 650.000 Mitgliedern in absolut professionellem Führungsstil getragen werde.

In einem waren sich alle Grußwortredner einig: Ohne die Frauen der kfd hätte einiges in der Kirche und der Gesellschaft nicht verwirklicht werden können. „Wir wären arm ohne diese unglaublichen Frauen, die gemäß ihrem Slogan leidenschaftlich glauben und leben“.

Die Dekanatsvorsitzende der kfd, Elisabeth Hell, unterstrich diese Aussage mit einer Statistik, die belegte, dass bei weltweiter Gleichberechtigung von Mann und Frau – wir seien weit davon entfernt – drastische Sprünge nach unten in der Kindersterblichkeit und nach oben in der Weltwirtschaft zu prognostizieren seien.

Des weiteren brachten ihre Glückwünsche und den Dank für vorbildliche Teamarbeit die Vertreterinnen der katholischen Frauengemeinschaften Schlierstadt, Adelsheim, Osterburken und Zimmern zum Ausdruck, bevor man den besonderen Geburtstag mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Sebastian mit der musikalischen Bereicherung durch den Singkreis unter Leitung von Lukas Bender ausklingen ließ.

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