Unvergessliches Klangerlebnis in Seckach

von Liane Merkle

Musikverein zusammen mit der Jugendkapelle Oberschefflenz/Seckach

Seckach. Sie haben in ihrem 85. Jubiläumsjahr einen sehr kompakten Terminkalender, die Musiker und Musikerinnen des Seckacher Musikvereins. Denn neben ihren vielen Verpflichtungen bei zahlreichen Veranstaltungen der Gemeinde, u.a. Straßen- oder Klingefest, hatten sie am vergangenen Wochenende ein Schlossparkkonzert in Großeicholzheim geplant und werden am 24. Juli nicht nur das Pfarrfest St. Sebastian beim Festgottesdienst bereichern, sondern diesen besonderen Tag auch mit einem Kirchkonzert am Abend beschließen. Gleichzeitig bewiesen sie genau so viel Flexibilität wie die evangelische Kirchengemeinde Großeicholzheim, als das Schlossparkkonzert wetterbedingt kurzfristig zum „Konzert St. Laurentius“ mutierte.

Ein wenig beengt, dafür um so „kuscheliger“ präsentierten die Jugendkapellenkooperation Oberschefflenz/Seckach und die Stammkapelle des Musikverein Seckach einen repräsentativen Querschnitt ihres Repertoires konzertanter Blasmusik.

Dem vorausgegangen war die Begrüßung zu einer guten Stunde Erholung vom Alltag durch Pfarrvikar Ingolf Stromberger als Hausherr und durch Hermann Schmitt als 1. Vorsitzenden.

Zunächst zeigte die Jugendkapellenkooperation und Stabführung von Stephan Kraus mit „The Young Amadeus“ und drei Norwegian Songs ihr erreichtes Leistungsniveau. Bearbeitet wurde sowohl der Auszug aus dem 2. Satz aus dem Klarinettenkonzert in A-Dur von W. A. Mozart als auch die Kompositionen des norwegischen Naturliebhabers E. Grieg durch Jacob de Haan. Im darauf folgenden „Freeworld Fantasy“ träumte de Haan – und sichtbar auch das Großeicholzheimer Publikum sowie die Jugendkapelle zusammen mit Stammkapelle unter Dirigent und Moderator Martin Heß – von einer Welt ohne Sorgen und Krieg. Die Stammkapelle eröffnete ihren Part des Konzerts mit dem Traditionsmarsch „Der Jäger aus Kurpfalz“, bevor sie begeisterte Kinogänger bei dem „Titanic“-Medley die eine oder andere Träne vergießen ließen und mit „One Moment in Time“ nicht nur an die Niederlage Münchens bei der Ortswahl für die Winterspiele 2018 erinnerte, sondern ganz nah auch an den Sieg der japanischen Fußballerinnen gegen die Deutschen.

Mit der anschließenden Toccata in d-Moll von Johann Sebastian Bach konnten laut Dirigent Hess die Musiker testen, ob ihre Instrumente noch voll funktionsfähig sind. Bevor sie mit „You are not alone“ den letzten Nummer 1 – Hit von Michael Jackson in den USA ansteuerten und ihr Publikum begeistert mitrissen. Ein wenig wiederholte sich diese eingängige Melodie im Schluss-Medley aus „Tanz der Vampire“, wo es für „das Gebet“ der Dorfbewohner nahe der Untoten offensichtlich „Pate“ gestanden hatte. „Gott bewahr uns vor dem Grau’n“ wurde mit der wundervollen Darbietung des Musikvereins Seckach praktisch „auf dem kurzen Dienstweg“ sofort erhört und löste begeisterten Beifall aus, was dem Publikum nicht nur eine Zugabe bescherte, sondern auch die tröstliche Aussicht, dass Sie bereits in 14 Tagen, am 24. Juli um 20 Uhr in der Seckacher Kirche St. Sebastian beim Kirchkonzert des Musikverein Seckach wieder in den Genuss der musikalischen Traumwelt eintauchen und ein weiteres unvergessliches Klangerlebnis mit nach Hause nehmen können.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: