Triumphaler Empfang für Bulldog-Crew

von Liane Merkle

F. Böhme vom Heimatverein Königsbrück und Umgebung e.V. schilderte in der Werkstatt des Modellbauprojekts Königsbrück, wie über die Zwischenschritte „Zeichnung“, „Gipsvorlage“ und „Kunststoffabguss“ die fertigen Modelle entstehen. (Fotos: privat)

Seckach/Reichenbach. Zu einer rundherum gelungenen Sache gestaltete sich die 24. offizielle Partnerschaftsbegegnung zwischen Seckach und ihrer Partnergemeinde Reichenbach in der Oberlausitz. ,,So etwas hatte der Steigerturm der Ortsfeuerwehr Mengelsdorf/Biesig in seiner 100-jährigen Geschichte noch nicht erlebt“, berichtete begeistert Seckachs Bürgermeister Thomas Ludwig.

Ein historischer Traktoren-Konvoi und Böllerschüsse der Privilegierten Schützengesellschaft Reichenbach u. Umgebung begleiteten die knapp eine Woche lang unterwegs gewesene „Bulldog-Sachsen-Tour 2011“ aus Großeicholzheim auf ihren letzten Metern hinein in die Mengelsdorfer Ortsmitte und eine große Menschenmenge jubelte den Oldtimern zu. Die Ankunft des 1957 gebauten Bulldoggespanns von Petra und Uli Grünewald in Begleitung von Roland Eberle auf seinem Simpson-Habicht-Moped war jedenfalls der unumstrittene Höhepunkt dieser Veranstaltung.

Knapp 700 km hatte die „Bulldog-Sachsen-Tour 2011“ zurückgelegt und war auf ihrem Weg von vielen Menschen freudig begrüßt und willkommen geheißen worden.
In Oberscheinfeld, Buttenheim, Gattendorf, Scheibenberg, Glashütte, Hohnstein und Cunewalde (der Partnergemeinde von Schefflenz) hatten die jeweiligen Bürgermeister bzw. Feuerwehren Empfänge und Grillfeste vorbereitet und sorgten außerdem für die notwendige technische Unterstützung.

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Einen triumphalen Empfang bereiteten viele Reichenbacher und Seckacher Schaulustige zusammen mit den beiden Bürgermeistern Andreas Böer und Thomas Ludwig der ersten Bulldog-Sachsen-Tour bei ihrer Ankunft in der Mengelsdorfer Ortsmitte. (Fotos: privat)

Gut 45 Teilnehmer stark war der Besuchertross, welcher in diesem Jahr aus Seckach nach Reichenbach aufbrach, darunter auch zahlreiche Angehörige der Feuerwehren Seckach und Großeicholzheim. Reichenbachs Bürgermeister Andreas Böer und seine Mitarbeiterin Andrea Gloger kamen der Delegation schon auf dem Hinweg entgegen, weil bereits in Königsbrück bei Dresden die erste Besichtigungsstation in Sachen „800 Jahre Via Regia“ vorbereitet war.

Königsbrücks ehemaliger Bürgermeister Jürgen Löschke und sein Nachfolger Heiko Driesnack ließen es sich nicht nehmen, die Besuchergruppe persönlich durch Werkstatt und Ausstellung zu führen. Bei der Ankunft in Reichenbach gab es dann ein großes Hallo. Der zweite Besuchstag wurde zunächst zu einem Ausflug in das Zittauer Gebirge genutzt und hierbei auf der Wegstrecke auch die für das Oberlausitzer Bergland so typischen Umgebindehäuser bestaunt.

Am ersten Ziel, der unmittelbar an der tschechischen Grenze gelegenen Gemeinde Oybin, angekommen, bestand u.a. Gelegenheit, dem gleichnamigen 514 m hohen Hausberg und der berühmten barocken Bergkirche einen Besuch abzustatten. Der Abend stand dann ganz im Zeichen der Ankunft der Bulldog-Sachsen-Tour, doch hatte man im Reichenbacher Stadtteil Mengelsdorf an diesem Wochenende mit dem 100. Geburtstag des Steigerturms und dem 20-jährigen Bestehen des Jugendvereins Mengelsdorf noch mehr zu feiern.

Für Seckachs Bürgermeister Thomas Ludwig bot sich bei diesen Festlichkeiten die passende Gelegenheit, um allen Reichenbachern für ihre Gastfreundschaft und ihre engagierte Mitwirkung in der Partnerschaft zu danken; die Ortsfeuerwehr Mengelsdorf/ Biesig und der Jugendverein Mengelsdorf erhielten Erinnerungsgeschenke.

Bürgermeister Andreas Böer zeigte sich von der hohen Teilnehmerzahl an der diesjährigen offiziellen Begegnung angetan und überreichte den Teilnehmern der Bulldog-Sachsen-Tour zur Stärkung regionaltypische Getränkespezialitäten, ehe der Abend mit Tanz und Unterhaltung im Festzelt ausklang.

Zum Abschluss der diesjährigen Partnerschaftsbegegnung fanden sich dann am Sonntag alle Teilnehmer und viele Reichenbacher Bürgerinnen und Bürger in der Reichenbacher St. Johanniskirche zum ökumenischen Gottesdienst ein, den „Partnerschaftspfarrer“ Christoph Wiesener zusammen mit seinen Mitbrüdern von der katholischen und der Adventgemeinde vorbereitet hatte.
Seine Predigt befasste sich mit dem Gleichnis vom verlorenen Schaf und der Ökumenische Chor Reichenbach samt Instrumentalbegleitung sowie als Überraschungsgast die Seckacher Opernsängerin Erna Diel sorgten für die passende kirchenmusikalische Umrahmung.

Nach einem Mittagsimbiss auf dem Mengelsdorfer Feuerwehrfest hieß es dann endgültig Abschied nehmen. Eine überaus gelungene Partnerschaftsbegegnung ging zu Ende und machte zugleich Appetit auf mehr im nächsten Jahr in Seckach.

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