Dritter „Grüner Gockel“ in Aglasterhausen

Aglasterhausen. (sh) Vergangene Woche wurde der evangelischen Kirchengemeinde Aglasterhausen das Umweltgütesiegel „Grüner Gockel“ zum dritten Mal verliehen. Seit November 2003 erhebt, dokumentiert und bewertet ein Team von 6-8 Personen alle umweltrelevanten Daten der Kirchengemeinde. Im Jahre 2005 erhielt Aglasterhausen als erste badische Kirchengemeinde das Umweltzertifikat Grüner Gockel zusammen mit dem europäischen Umweltsiegel EMAS. Alle drei Jahre überprüft ein externer Gutachter die Eignung und die kontinuierliche Verbesserung des Umweltmanagementsystems. Schon von den vorab übermittelten Unterlagen war der Umweltrevisor Stefan Weiland vom Verband für Kirchliches Umweltmanagement sichtlich angetan. Bei der Gebäudebegehung war wie bei den letzten beiden Validierungen der evang. Kindergarten „Regenbogen“ ein echtes Highlight. Die Leiterin, Silvia Schumacher, fesselte mit ihren Schilderungen zu Vogelbeobachtung und Nestbau der Kinder. Amsel, Rotkehlchen, Buntspecht und Blaumeise begleiteten die Kinder das letzte Jahr. „Naturerleben, Naturerfahrung im Alltag – das ist uns wichtig, und nebenbei lernen die Kinder die bei uns heimischen Arten kennen“, brachte es Silvia Schumacher auf den Punkt. Auch Müll und gesunde Ernährung seien immer wieder Themen. Im Vorfeld der Klimamesse 2009 z.B. mit „Knille, knalle, knüll, wohin mit unserem Müll?“ Der naturnahe Außenspielbereich mit Kletterbaum, Hochbeeten, Beerenstauden, Barfußpfad und Wasserschwengelpumpe wurde vom Umweltrevisor ebenfalls sehr gelobt. Insbesondere die Begrenzung des den Kindern zur Verfügung gestellten Wassers schult den Umgang mit dem wertvollen Gut Wasser.

Auch in Kirche und Gemeindehaus hat sich in den letzten drei Jahren vieles getan. Umweltaspekte werden fast automatisch mitberücksichtigt. Das Gemeindehaus wurde ökologisch saniert. Der Stromverbrauch sank gegenüber dem Basisjahr 2004 um über 27%. Der Wärmeverbrauch ist gegenüber dem Basisjahr gleich geblieben, allerdings erhöhte sich die Nutzfläche in Kindergarten und Gemeindehaus um jeweils 50%. Das bedeutet, dass die durch gestiegene Gemeindeaktivitäten nötige räumliche Vergrößerung aufgefangen werden konnte. Die Mülltrennung ist trotz sehr unterschiedlicher Nutzer erfolgreich implementiert. Der Grüne Gockel Aglasterhausen ist ein Fixpunkt bei der alle zwei Jahre stattfindenden Klimamesse. 2009 stellte Dr. André Witthöft-Mühlmann, der „Gockelvater“ der Landeskirche, das Klimaschutzprogramm der Evangelische Kirche Baden vor, zwei Jahre zuvor hatte der Landesbischof den Festvortrag gehalten.

Infos im Internet:
www.gruener-gockel.de

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