SVG in der Walpurgisnach gegründet

Demographische Veränderungen nicht aus den Augen verlieren

von Liane Merkle

Bürgermeister Thomas Ludwig (re.) überreicht das Jubiläumsgeschenk.

Großeicholzheim. Bereits seit nunmehr 90 Jahren steht der Sportverein Großeicholzheim für gelebten Bürgergeist, für großartiges bürgerschaftliches Engagement und für gelebten Geist im Ehrenamt. Bei einem Menschen würde man sagen können, er präsentiert sich auch mit 90 Jahren noch körperlich und geistig fit und steht voll im gesellschaftlichen Leben.

Deutlich wurde dies im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten auf dem vereinseigenen Sportgelände, zu denen 1. Vorsitzender Thomas Kegelmann neben zahlreichen Gästen und Mitgliedern auch Bürgermeister Thomas Ludwig, Ortsvorsteher Reinhold Rapp, Pfarrvikar Ingolf Stromberger und als Vertreter des Nordbadischen Volleyballverbandes Horst Stolz begrüßen konnte. Ein weiterer Willkommensgruß galt den Vertretern von Banken, der Wirtschaft und der örtlichen Vereine sowie den Mitgliedern, die für ihr besonderes Engagement und ihre langjährige Treue zum SVG ausgezeichnet wurden.
Für einen würdigen musikalischen Rahmen zeichnete die ,,Aichelscher Bläsergruppe“ unter der Leitung von Bürgermeister Thomas Ludwigverantwortlich.

Als eigenes Geburtstagsgeschenk habe man noch in der vergangenen Woche mit Hochdruck die neue Gerätehütte fertiggestellt, um den ,,Festraum“ für diese Veranstaltung frei zu bekommen, betonte Thomas Kegelmann. In diesem Zusammenhang galt ein besonderer Dank Michael Gimber für seinen Einsatz und allen Verstorbenen des Vereins, die das stets positive Erscheinungsbild des SVG wesentlich geprägt hatten.

Die Verhältnisse früherer Jahre im Vergleich zur Jetztzeit zeigte Bürgermeister Thomas Ludwig im Rahmen seiner Festrede anschaulich auf und dokumentierte dabei auch, wie sich der Sportverein Großeicholzheim selbst in diesen 90 Jahren verändert hat. ,,Was hat sich getan seit der Walpurgisnacht 1921, als Fußball begeisterte Männer des Dorfes den Verein gründeten?“ Er erinnerte daran, dass man in damals wirtschaftlich und politisch unruhigen Zeiten der Weimarer Republik, des Dritten Reiches und der unmittelbaren Nachkriegszeit nichts hatte wie z.B. Fußbälle, Sportbekleidung, Sportplatz, Flutlicht oder Sportheim.
Als markantes Datum für die danach stetig steigende Verbesserung der Verhältnisse nannte der Festredner den 27. April 1946 mit der Wiedergründung nach dem 2. Weltkrieg als Neustart des SV Großeicholzheim. Ohne das Auf und Ab im sportlichen Bereich zu streifen, betonte Ludwig im Hinblick auf die derzeitige Vielfalt der Vereinsaktivitäten, dass sich neben dem Fußball als größte Abteilung in den Jahren noch eine Tennisabteilung, eine breitgefächerte Gymnastikabteilung , eine leistungsstarke Volleyballabteilung und außerdem eine Freizeitabteilung mit den Angeboten Radsport, Wandern und Gymnastik zusätzlich etablierten.
Mit der Wandlung zu einem multikompetenten Mehrspartenverein habe der SVG die Zeichen der Zeit richtig erkannt und auch den richtigen Weg eingeschlagen, sagte Bürgermeister Ludwig weiter. Gleiches gelte für die kontinuierliche Weiterentwicklung der gesamten Sportanlagen und deren Pflege und Erhaltung.
,,Die Gemeinde Seckach ist stolz auf ihren SVG, dessen vielseitiges sportliches und geselliges Angebot maßgeblich zur hohen Lebensqualität in der Gemeinde beiträgt. Dass dies alles bis zum heutigen Tag ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Kräften geleistet wird, verdient unsere besondere Hochachtung“.
Abschließend seiner Festrede appellierte das Gemeindeoberhaupt vor der Überreichung des handkolorierten Wappentellers der Gemeinde als Jubiläumsgabe an alle Verantwortlichen des Vereins, sich auch weiterhin dem zeitgeistlichen Wandel zu stellen und dabei die demographischen Veränderungen nicht aus den Augen zu verlieren.

Ortsvorsteher Reinhold Rapp betonte für die örtlichen Vereine und Ortschaftsverwaltung, dass der SVG stolz sein könne auf eine lange und kameradschaftliche Vergangenheit und überreichte ein Präsent.

Martin Müller lobte für die Vereine der angrenzenden Ortschaften die gute Organisation beim Jubelverein und die kooperative Zusammenarbeit und überreichte Fußbälle. 1. Vorsitzender Thomas Kegelmann dankte allen für ihre stete Verbundenheit zum SVG und dankte besonders Markus Majer für seine kurzweilige Powerpoint-Präsentation und dem Ehrenvorsitzenden Wolfgang Hofmann für die Vorbereitung der Ehrungen sowie der Sichtung des historischen Materials.

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