„Die kleinen Strolche“ eingeweiht

von Liane Merkle

Mudau. „Wie feiern heut ein Fest, weil Gott uns alle liebt“ sangen die Kleinsten ebenso wie die Großen nicht nur einmal während der kurzweiligen und Kind gerechten Einweihungsfeierlichkeiten zur Krippengruppe „Die kleinen Strolche“.

Und dieser Teil des Liedes zog sich wie ein roter Faden durch den Wortgottesdienst von Pfarrer Werner Bier und Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann, durch die Lieder und Grußworte.

„Die kleinen Strolche“ sind durch Garten und Spielplatz mit ihrem „Stammhaus“, dem katholischen Kindergarten St. Marien, direkt verbunden und sie fühlen sich bereits seit Dezember vergangenen Jahres sehr wohl in dieser gelungenen Atmosphäre.

Und wie den Grußworten von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger zu entnehmen war, habe die Gemeinde dafür Bauherrenfunktion übernommen und in dem Wagenschwender Architekten Hans Stetter einen kompetenten Bauleiter für diese Maßnahmen gefunden. Dank des Bundesprogramms „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013“ wurde die Maßnahme mit 70.000 Euro bezuschusst, so dass der Anteil der Katholische Pfarrgemeinde Mudau nur noch bei 10.000 Euro und der Eigenanteil der Gemeinde Mudau bei überschaubaren rd. 26.800 Euro lag.

Damit konnte das Kinderbetreuungsangebot der Gemeinde für eine Krippengruppe der Altersklasse drei Monate bis drei Jahre erweitert und den Eltern die Möglichkeit gegeben werden, sich sorgenfreier ihrem Beruf zu widmen.

Das Gemeindeoberhaupt dankte allen, die sich in irgendeiner Form bei diesem Bau eingebracht hatten, besonders aber der Katholischen Kirchengemeinde Mudau als Träger der Einrichtung.

In diesem Zusammenhang erinnerte Pfarrer Bier daran, dass der Schwesternverein – heute vertreten durch den Krankenverein und Martha Link – traditionell als Träger des Kindergartens galt und gilt.
Daher sei es besonders verbindend, dass die Räumlichkeiten für die „Kleinen Strolche“ so wunderschön im ehemaligen Schwesternhaus ausgebaut worden sind.

Im Beisein von Kindergartenleiterin Ortrud Link und ihrem Team, Bürgermeister Dr. Rippberger, Ortsvorsteher Klaus Erich Schork, Kooperationslehrerin Isolde Link, unzähligen Kindern, Eltern, Großeltern, aber auch Vertretern des Pfarrgemeinderates, der Verwaltung und des Pfarrgemeinderates sprach Pfarrer Bier von der besonderen Liebe Jesu zu den Kindern.
„Lasset die Kinder zu mir kommen“ und dass man so ungetrübt glauben solle wie die Kinder, das sei in der Lesung von Pfarrerin Seraphin-Hohman deutlich geworden. Und diese besondere Liebe Jesu habe die Kirche mit allen Verantwortlichkeiten übernommen. Sie drücke sich z. B. aus in der Trägerschaft der Kindergärten als Bewahrungs-, aber auch als Bildungseinrichtung.
Die Verantwortlichkeit für die Kinder wiederum verbinde Kirchengemeinde und politische Gemeinde. Auch wenn es in diesem Fall zunächst um die Wünsche der Erwachsenen ging, denen die Ausübung ihres Berufes trotz Kindersegen ermöglicht werden sollte.
In Kooperation habe man sich geeinigt, einen Schutzort für die Kleinsten zu schaffen. Und diese durchdachten und hellen Räumlichkeiten und die Kinder zu segnen, sei ihm mit Unterstützung der evangelischen Pfarrerin eine Freude.
Sein Dank richtete sich an die politische Gemeinde und an die Erzieherinnen für die Anregung und Unterstützung, den Kindern das Beste zuteil werden zu lassen. Doch „es ist nicht allein das menschliche Tun. Wir glauben, dass Jesus dabei ist und seinen Segen gibt“.

Und um diese Aussage zu untermauern, segneten die beiden Geistlichen alle Kinder, die überzeugt sangen „Gott mag Kinder, große und kleine, dicke, dünne, kurze oder lange Beine. Rotes, blondes, schwarzes Haar. Gott mag Kinder, das ist wunderbar.“

Wie außerdem den Ausführung von Ortrud Link zu entnehmen war, ist die Kindergartenleitung sehr stolz, eine so attraktive und variable Betreuung anbieten zu können. Schließlich sei es zum einen existenziell für Eltern und Alleinerziehende wichtig, ihrem Beruf nachgehen zu können. Und zum zweiten sei St. Marien stolz, Dank Gemeinde und Kirchengemeinde die perfekten Räumlichkeiten für die unterschiedlichsten Altersgruppen nutzen zu können. Doch das allein sei nicht alles.

Das Team der Kindergartenleitung habe rechtzeitig ein Konzeptionen für die Ansprüche aller Altersgruppen erstellt, Weiterbildungen genutzt und sich den Herausforderungen mit großer Begeisterung gestellt. Mit dem bisher Erreichten könne man sehr zufrieden sein.

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(Foto: Liane Merkle)

Davon konnten sich die unzähligen Gäste bei Kaffee und Kuchen im Kindergarten und bei Besichtigungstouren durch die Räumlichkeiten der „kleinen Strolche“ im ehemaligen Schwesternhaus mit eigenen Augen, Ohren und anderen Geschmacksnerven höchst selbst überzeugen.

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