Einst Lehrwerkstatt für Jugenddorf

Landrat besuchte Firmenbesuch Hübner GmbH

Firmenchef Rolf Hübner (Mitte) informierte Landrat Dr. Achim Brötel (2.v.re.) und Seckachs Bürgermeister Thomas Ludwig (re.) über das neueste Standbein der innovativen Firma: Elektroroller, die laut einem Werbeslogan „100 Prozent elektrisch, 100 Prozent ökologisch, 100 Prozent sportlich“ sind. (Foto: LRA)

Seckach. (lra) Die Seckacher Firma Hübner GmbH ist ein echter Familienbetrieb. Und sie ist ein Vorzeigemodell für die Weiterentwicklung von Geschäftsideen. Eine der neuesten ist die Produktion von Elektrorollern; diesem neuen Standbein galt das besondere Interesse von Landrat Dr. Achim Brötel, der der Firma einen Besuch abstattete und sehr beeindruckt war von der Umtriebigkeit und Innovationskraft Rolf Hübners, seiner Familie und seiner Angestellten.

Die Firma war 1960 vom Vater des jetzigen Inhabers, Josef Hübner, im Jugenddorf Klinge als Lehrwerkstatt für die dort lebenden Jugendlichen gegründet worden. Das junge Elektro-Unternehmen stand bald auf wirtschaftlich soliden Beinen, ohne die Ausbildung junger Elektro-Handwerker aus den Augen zu verlieren. 1993 schließlich gründete Rolf Hübner mit seiner Frau – mittlerweile arbeiten auch die Söhne Alexander und Christoph mit – die Hübner GmbH Gebäudetechnik. Kernkompetenzen sind seit damals die Gebäudetechnik, die Elektrotechnik, Wärmepumpen, Klima- und Kältetechnik und der Bau von Poolanlagen. Durchaus zukunftsträchtige Themen also, besonders, was die immer wichtiger werdende effiziente Nutzung und die Einsparung von Energie betrifft. Neu dazu gekommen ist jetzt die Produktion von Elektrorollern. Hübner kauft Chassis und Bauteile ein und montiert dann die Antriebs- und Batterietechnik. Insbesondere bei der Batterietechnik nutzen die Seckacher mit einem Lithiumionen-Ferrit-Akku die modernste Technik, die laut Chef Rolf Hübner „Fahrspaß und große Reichweiten“ garantiert. Dementsprechend bewerben sie die Roller auch mit „100 Prozent elektrisch, 100 Prozent ökologisch, 100 Prozent sportlich“.

Auch den Landrat interessierte die „umweltgerechte Fortbewegung in der schönsten Form“. Die Reichweite der Roller geht je nach Modell und Fahrtweise bis 80 Kilometer, aufgetankt wird unkompliziert an jeder haushaltsüblichen Steckdose. Und das extrem sparsam: Bei kleineren Rollern schlagen 100 Kilometer mit gerade mal 60 Cent zu Buchen, leistungsstärkere Roller kommen mit rund 1,40 Euro Stromkosten 100 Kilometer weit. Die Tüftler in Seckach sichern die Qualität durch eigene Dauertestläufe, entwickeln viele Komponenten selbst und sind aktuell gerade dabei, über den Fahrtwind Energie zu gewinnen. Rolf Hübner strebt in diesem Bereich ein Patent an. Ein deutschlandweites Händlernetz ist im Aufbau, das angestrebte Produktionsziel liegt bei 250 Rollern pro Jahr.

Nicht nur der Landrat, sondern auch Seckachs Bürgermeister Thomas Ludwig sowie Johannes Biste, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises WiNO, waren von den Kompetenzen des kleinen innovativen Betriebes – derzeit sind dort 13 Mitarbeiter beschäftigt – beeindruckt. „Elektroroller nutzen die Energie viel effizienter als Roller mit Verbrennungsmotoren. Es ist wichtig, dass Betriebe sich immer wieder neu ausrichten und die Bedürfnisse der Zeit erkennen. Und die angesichts steigender Energiepreise gehen immer deutlicher in Richtung Energieeffizienz und Energieeinsparung. Firmen wie Hübner gehört ganz sicher die Zukunft.“

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