Pfeifen in den Fluren wird fehlen

Chefarzt Dr. Bernhard Spannagel nach 22 Jahren verabschiedet – Verantwortung in andere Hände gelegt

Im Kreise seiner Weggefährten, Freunde und vieler Kolleginnen und Kollegen verabschiedete sich der langjährige Chefarzt der „Inneren“ an den Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen, Dr. Bernhard Spannagel (Mitte, mit seiner Gattin), in den Ruhestand. Gäste waren unter anderem sein langjähriger Weggefährte und Chefarztkollege Dr. Gerhard Göttfert und Geschäftsführer Andreas Duda (von links) sowie Landrat Dr. Achim Brötel, Buchens Bürgermeister Roland Burger sowie Chefarzt Dr. Rüdiger Mahler, der Nachfolger Dr. Spannagels (von rechts). (Foto: LRA)

Buchen. (lra) Nach 22 Jahren Tätigkeit an den Neckar-Odenwald-Kliniken, Standort Buchen, hat er die Verantwortung nun endgültig in andere Hände gelegt: Chefarzt Dr. Bernhard Spannagel, lange Jahre gemeinsam mit Dr. Gerhard Göttfert der Chef der Inneren Abteilung und Spezialist auf dem Gebiet der Gastroenterologie und der Onkologie. Mit Ablauf des 31. Juli tritt Dr. Spannagel in den Ruhestand. Aus diesem Anlass hat er viele Kolleginnen und Kollegen, Weggefährten und Freunde in den Mudauer Golfclub eingeladen und bei dieser Gelegenheit wurde einmal mehr deutlich, wie viel Wertschätzung der erfahrene Arzt sowohl aufgrund seiner medizinischen Kompetenzen als auch wegen seiner ausgleichenden Art genießt.

Dr. Spannagel begrüßte seine Gäste und ließ die Jahre Revue passieren, in denen ihm vor allem Teamgeist und flache Hierarchien wichtig waren: „Ich habe meinen Beruf immer gerne ausgeübt.“ Seinen engsten Mitarbeitern und Weggefährten dankte er herzlich für deren Freundschaft und Loyalität.

Landrat Dr. Achim Brötel skizzierte später die sehr erfolgreiche Entwicklung der Inneren Abteilung, an der Dr. Spannagel ganz maßgeblich beteiligt war. Bereits als Chefarzt hat er 1989 seinen Dienst in Buchen angetreten. Die Leitung der Abteilung wurde im Teamarztsystem zusammen mit Dr. Göttfert und schließlich mit einer gemeinsamen Chefarztnachfolge geregelt. Allein die Fallzahlen zeigen den gewaltigen Sprung nach vorn: Vor 22 Jahren wurden gerade mal halb so viele Fälle wie heute registriert. Als „richtige Kaderschmiede“ bezeichnete Dr. Brötel diese Abteilung, die viele sehr gut ausgebildete Mediziner durchlaufen haben. Dem schloss sich später auch die Ärztin Sabine Benkowitsch, die selbst dort einen Teil ihrer Ausbildung absolviert und hat, im Namen vieler Kollegen an. Zusätzlich übernahm Dr. Spannagel auch Verantwortung als Ärztlicher Leiter – zunächst fünf Jahre in der Stellvertretung – am Standort Buchen. Er baute die internistische Endoskopie auf und verdoppelte die Zahlen der hier durchgeführten Darmspiegelungen. Das breite medizinische Spektrum erweiterte der Chefarzt dank seiner Ambulanzermächtigung im Bereich der Onkologie um die ambulante Versorgung der an Krebs erkrankten Patienten. Und er war viele Jahre ärztlicher Leiter des Labors. Der Landrat zeichnete aber auch auf der privaten Schiene das Bild eines freundlichen Mannes, der bei Wind und Wetter Fahrrad fuhr und meist pfeifend auf den Krankenhausfluren unterwegs war: „Diese Markenzeichen werden künftig fehlen.“

Mit dem Eintritt von Chefarzt Dr. Rüdiger Mahler reduzierte Dr. Spannagel Mitte letzten Jahres seine Berufstätigkeit auf eine halbe Stelle, quasi in Vorbereitung auf den Ruhestand. „Alles das zusammen gibt ein Bild. Ein schönes Bild, vor allem das eines langen und außergewöhnlich erfolgreichen Berufslebens, das zu würdigen mir heute eine echte Freude ist“, erklärte der Landrat mit Nachdruck.

Das bestätigten auch Dr. Ernst Dadrich, der als langjähriger ärztlicher Kollege für das Arztkollegium sprach, Dr. Gerhard Göttfert, der dem engen Weggefährten für die „sehr gute, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit über viele Jahrzehnte hinweg“ dankte und Kerstin Flickinger, die sich im Namen der Sekretärinnen von ihrem Chef verabschiedete. Geschäftsführer Andreas Duda schließlich stellte fest, dass der scheidende Chefarzt eine „gut bestellte Klinik“ hinterlasse: „Unabhängig von ihren großen medizinischen Verdiensten ist es zweifellos auf ihre freundliche und immer ausgleichende Art zurück zu führen, dass sich sowohl die Ärzte als auch das Pflegepersonal auf der „Inneren“ wohl fühlen und sehr motiviert sind. Auch wir beide haben uns gut verstanden und hervorragend zum Wohl der Neckar-Odenwald-Klinken zusammen gearbeitet; dafür danke ich Ihnen.“

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