„Wir machen blau“ – Machen Sie mit!

4. Klimaschutzreihe von S.U.N., NABU, BUND und der EAN ab 27. 9. In Mosbach

Mosbach. (cd) Die Markenzeichen der mittlerweile 4.Klimaschutz-Reihe sind weit in die Zukunft weisende Fragestellungen und hervorragende ReferentInnen. „Einige von ihnen lassen sich immer wieder in den Neckar-Odenwald-Kreis locken“, begeisterte sich  S.U.N.-Vorsitzende Christine Denz, Mosbach, bei der Vorstellung der vier Veranstaltungen. Der Gesamttitel  „Wir MACHEN blau“ soll irritieren und dann neugierig machen.  Angesichts der schweren anhaltenden Finanz-, Umwelt- und Sozialkrisen sind realitätsnahe Konzepte für die Zukunft gefragt, die die Menschen auch tragen und mitgehen können.  Wie können wir anders leben und wirtschaften? S.U.N.e.V., der NABU Mosbach, der BUND Neckar-Odenwald und die Energieagentur NOK sind Ideengeber und Veranstalter. Flyer liegen an den bekannten Plätzen aus, auch unter www.sun-ev.de. Die aushängenden Plakate, natürlich blau dominiert, zeigen eine Odenwald-Gemeinde und Hände mit einem Puzzle, das zum Mitmachen einlädt.


Den Auftakt bildet Prof. Dr. Angelika Zahrnt mit „Sackgasse Wachstum – Alternativen für unsere Gesellschaft!“ Sie zeigt die Zwänge innerhalb unseres Wirtschaftssystems auf, die uns am Wachstumspfad festhalten lassen. Dann aber stellt sie alternative Entwicklungsmöglichkeiten für eine „Postwachstumsgesellschaft“  vor, in der es sich auch ohne klassisches Wachstum gut leben lässt  (Dienstag, 27. 9., 19.30 Uhr, Mälzerei Mosbach). Dem folgt eine geführte Lesewanderung mit Ulrich Grober über die „Entdeckung der Nachhaltigkeit“ am 3. Oktober, dem „Tag der deutschen Einheit“. Treffpunkt ist 10 Uhr das Infozentrum Milchhäuschen auf dem Schreckberg, dem Mosbach-Diedesheimer Hausberg. Der hoch über dem Neckar gelegene Schreckberg ist uralt. Er bietet einen weiten Blick ins Neckartal, außerdem Aufschluss über geologische Formationen und beherbergt viele, auch seltene Tier- und Pflanzenarten.
Dann aber wird der Titel erhellt: „Eine Stadt macht blau. Ein Kreis auch?“ Boris Palmer, der junge  Oberbürgermeister von Tübingen, initiierte dort  eine Kampagne gegen Energieverschwendung, die sich zu einer breiten Bürgerbewegung entwickelt hat. Bürgerschaftliches Engagement und Politik greifen erfolgreich ineinander,  die Stadt ist zu einem Modell geworden. Was können wir in unserer Gemeinde, in unserem Landkreis daraus lernen? (Dienstag, 18. 10., 19 Uhr, Mälzerei Mosbach).  Michael Diestel, gewissermaßen geistiger Sohn von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, dem Erfinder des genossenschaftlichen Gedankens, trägt sein Wissen am 22. 11., 19.30 Uhr in der Mälzerei Mosbach vor. „Die Energie der Region der Region“  – mit Hilfe von Bürgerenergiegenossenschaften wird der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben; jede(r) kann sich ideell und finanziell beteiligen; dadurch entsteht ein breites Fundament. Ein Fundament, das uns als Bürgern gehört und nicht einigen wenigen Großkonzernen.

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