Situation in Europa besorgniserregend

„Die positiven Aspekte der europäischen Einigung gehen zusehends verloren“.
Neckar-Odenwald-Kreis. (kn) Bei der öffentlichen Kreisvorstandssitzung der überparteilichen Europa-Union berichteten Vorsitzender Karl Heinz Neser und Stellvertreter Helmut Sperling über die verbandlichen Aktivitäten, während Dr. Thomas Ulmer MdEP einen Einblick in die vielfältigen Felder der Europapolitik gab. Dr. Karsten Weber informierte über die deutsch-französischen Gesellschaften und Überlegungen zu einer internationalen Kooperation der Metropolregion.


An den Schulen läuft derzeit der 59. Europäische Wettbewerb; man hofft neue Schulen dafür zu gewinnen, zumal vielfältige Methoden möglich sind. Landrat Dr. Achim Brösel hat wieder die Schirmherrschaft übernommen und eine Ausstellung in einer der Sparkassen ist wieder geplant. Dr. Ulmer MdEP hat für eine „europäische Rede“ dankenswerter Weise wieder einen Sonderpreis ausgelobt. Mit Unterstützung der Europa-Union ist ab 17. November in der Volksbank Franken in Buchen die Wanderausstellung des Wirtschaftsministeriums „Europa – mehr als eine Union“ zu sehen.

Einen Bericht über die letzte Landesversammlung in Schwetzingen und die Landesausschusssitzung in Bad Boll gaben Vorsitzender Neser und Stellvertreter Sperling. Erfreulich ist der deutliche Mitgliederzuwachs, vor allem junger Menschen und von Studenten. Die Diskussion um Griechenland war schon damals besorgniserregend. Die vielfach negative Berichterstattung habe zur Folge, dass die positiven Aspekte des europäischen Einigungswerkes bei vielen Bürgern aus den Augen verloren gehen. Es gebe aber keinen Weg zurück, Europa sei unsere gemeinsame Zukunft. Ulmer wies darauf hin, dass die Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise „ein Modell ohne Muster“ sei, das man nicht einfach lehrbuchmäßig übernehmen könne. Das aktuelle Verhalten Griechenlands nannte er „sehr verwunderlich“. Es führe wohl kein Weg vorbei, mehr Kompetenzen auf Europa zu übertragen, da nur so eine gemeinsame und wirksame Haushaltskontrolle möglich ist.
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Der Ausbau der transnationalen Netze sei ein wichtiges europäisches Anliegen. Das gelte für die Rheintalstrecke, deren Ausbau der Schweiz bis 2018 zugesichert ist, man aber auf deutscher Seite noch sehr im Planungsrückstand ist. Und das gelte auch für die Ost-West-Verbindung, wo Baden-Württemberg nicht „abgehängt“ werden dürfe, denn es gibt als Alternative die Verbindung von Saarbrücken über Frankfurt nach München. Bei Verzögerungen im Bau würden die europäischen Mittel verfallen.

Dr. Weber stellte die Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. sowie das „Marktplatz-Modell“ der Bertelsmann-Stiftung dar, um Überlegungen zu einer internationalen Kooperation der Metropolregion anzustellen.

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