1. Sinsheimer Gründertag ein Erfolg

(Foto: privat)

Sinsheim. (pm) Das 1. Mittelstands- und Gründer-Café, kurz GründerCityCafé auf der Burg Steinsberg in Weiler zeigte die politischen Rahmenbedingungen einer Existenzgründung ebenso auf, wie die Förderlandschaft und die neuen Initiativen des Landes in diesem Themenfeld. Der Vorstand der Gründungsberatung Baden-Württemberg, der Unternehmensberater Rolf Teschow war gleich seinem Regionalpartner für den Rhein-Neckar-Kreis Kaweh Jazayeri mit dem Ergebnis hoch zufrieden.

F. Dr. Bitenc, begrüßte als Vertreterin der Stadt Sinsheim und in ihrer Eigenschaft als Leiter der Wirtschaftsförderung die zahlreich erschienenen Gäste auf der Burg Steinsberg. Sie reflektierte in ihrer Begrüßungsansprache die Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die mit der Veranstaltung zum Wohle der regionalen Wirtschaftsentwicklung hervorragend dokumentiert sei.


Das Unternehmernetzwerk Gründungsberatung Baden-Württemberg bot mit dem ausgewiesenen Wirtschaftsfachmann, dem Bundestagsabgeordneten Dr. Stephan Habarth MdB und dem Referatsleiter Existenzgründung im Finanz- und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und Geschäftsführer der ifex, Prof. Peter Schäfer zwei hochkarätige Referenten zum Thema aus.

Die Finanzexpertin Dr. Judith Olert, Vorstandsmitglied der Gründungsberatung und Regionalpartner in der Landeshauptstadt führte gekonnt durch das Abendprogramm.

Dr. Habarth ging in seiner Eröffnungsrede als Schirmherr der GründerCityCafés im Rhein-Neckar-Kreis auf die Rahmenbedingungen der Existenzgründungen und die diesbezügliche Stellung Deutschlands im internationalen Vergleich ein. In diesem Kontext auch auf die Position Baden-Württembergs und er stellte dabei fest, dass auf beiden Ebenen ein neuer Gründergeist gefordert sei, um die Gründungsquote den Notwendigkeiten anzupassen. Im Sinne einer sich innovativ entwickelnden Wirtschaft sei es notwendig, die Unternehmertätigkeit in allen Gesellschaftsschichten transparenter zu gestalten und die Ängste vor dem Risiko zumindest teilweise abzubauen. Die Position des Schirmherrn der Gründungsberatung Baden-Württemberg hätte er vor allem deshalb gern übernommen, weil er sich für den Neckar-Odenwald-Kreis eine in allen Wirtschaftsbereichen gut strukturierte Gründerlandschaft wünsche und mit der Initiative ein guter Beitrag dazu geleistet sei.


Prof. Schäfer ging anschließend in seinem Vortrag zum Thema “Gründerzeit. Neue Impulse der Existenzgründungsförderung in Baden-Württemberg” auf die weitgehend neu konzipierten Gründerinitiativen des Landes ein und konnte nahezu „druckfrisch“ aus dem aktuellen Maßnahmenkatalog zitieren. Dieser umfasst die Förderung von Gründertagen in den Kommunen ebenso, wie die Neustrukturierung der Gründer- und Ideenwettbewerbe im Land. Roadshows, Wanderausstellungen, neue Internetformate, ein „Gutscheinsystem Gründungsberatung für wachstumsstarke Unternehmen“ und viele weitere Module. Auch die Schulen und Hochschulen sollen verstärkt in diese Prozesse einbezogen werden. Gründungsqualifizierung, Gründungsberatung, die Neu-Definition von Wachstumsfeldern und neue Impulse im Bereich der Finanzierung sollen zu einer verstärkten Gründungsintensität führen.

In einem in jeglicher Hinsicht charmant, humorvoll und sehr kompetent gehaltenen Vortrag spannte er den Bogen zwischen den Themenfeldern Finanzierung, Technologieförderung, den Themen der Bundes-Gründerinnen-Agentur, die in seinem Tätigkeitsbereich angesiedelt ist und der Qualitätssicherung bei den Gründungsberatern. Prof. Schäfer gelang es, für Berater, für Existenzgründer und Unternehmensnachfolger neue Werkzeuge und Wege im Rahmen der „Gründungsoffensive Baden-Württemberg“ aufzuzeigen. Ein in jeder Phase brillanter Vortrag was im Anschluss vom Publikum mit viel Lob honoriert wurde.


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Zum Abschluss stellte der Vorstand der Gründungsberatung Baden-Württemberg, Rolf Teschow die Struktur der privatwirtschaftlichen, von Unternehmern aus vielen Fachgebieten getragenen Non-Profit-Arbeitsgemeinschaft vor. Das Netzwerk arbeitet mit den alle 4-6 Wochen stattfindenden GründerCityCafés, mit der neu gegründeten Unternehmerakademie und mit Arbeitsgruppen zum Thema „Teamgründung 45 PLUS“ und einer internationalen Kooperationsbörse für den jeweils örtlichen Mittelstand. „Es ist unsere Aufgabe, all die Maßnahmen, die in Stuttgart und Bonn zur Belebung der Gründer- und Nachfolger-Szene konzipiert werden vor Ort in die Regionalität und Praxis umzusetzen und dazu sind Unternehmer gefordert, die aus der Praxis für die Praxis ihr Wissen im Rahmen der Gründungsberatung zur Verfügung stellen“, so Teschow, der auch einige „hinter den Themen steckenden Köpfe“ kurz vorstellte, um die Vielfalt der Kompetenzen des Netzwerkes in der Gründungsberatung zu dokumentieren. Er wies darauf hin, dass es erklärtes Ziel der Arbeitsgemeinschaft sei, mit den bestehenden Netzwerken, wie zum Beispiel der IHK, den Handwerkskammern und den bestehenden Gründerzentren ebenso positiv zusammenzuarbeiten, wie das vorbildlicherweise auch in Sinsheim mit der Wirtschaftsförderung der Stadt praktiziert wurde.

„Kein Businessplan ohne wirklich tragfähige Gründungsidee, keine Tragfähigkeitsbescheinigung ohne verantwortungsvolle Prüfung der Nachhaltigkeit“, so der Anspruch, der Gründungsberatung.

Nach dieser hochinteressanten Eröffnungsveranstaltung geht es nun am 14. Dezember um 18.30 Uhr im Café am Burgplatz in Sinsheim weiter. Hier wird dann ein Impulsvortrag zu einem „unternehmerrelevanten Thema“ gehalten und nach der sich anschließenden Diskussion pflegt man den zwanglosen Erfahrungsaustausch „und nutzt hoffentlich die Plattform intensiv zum „Geschäfte machen“, so der Fachmann für Telekommunikation und IT Kaweh Jazayeri, Regionalpartner für den Rhein-Neckar-Kreis.

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