Von der Dunkelheit ins Licht

Konzert am 2. Advent – Tramer und Autenrieth spielen in der Michaelskirche

(Foto: privat)

Am Sonntag, 04. Dezember, 18.00 geben Hartmut Tramer und Ronald J. Autenrieth ein ungewöhnliches Konzert in der Eberbacher Michaelskirche. Neben der Uraufführung eines Werks von Ronald Autenrieth zur Projektion großformatiger Gemälde Tramers liegt ein Schwerpunkt auf dem ausklingenden Liszt-Jahr, in dem der 200. Geburtstag des Spätromantikers gefeiert wird.

Hartmut Tramer, Eberbacher Arzt, Maler und Musiker, spielt seine dreimanualige Viscount-Orgel, Ronald Autenrieth sein Stagepiano mit Hammermechanik. Die Klangpalette der digitalen Instrumente ist außerordentlich reichhaltig, so dass klassische Werke farbig und mitunter ungewohnt daherkommen. Der Jubilar Franz Liszt ist unter anderem mit einem „Alleluja“, dem „Csárdás obstiné“ oder den „Nuages gris“ vertreten, daneben spielt Tramer eine Meditation über Passagen aus Mozarts Requiem, sowie dessen d-Moll-Fantasie und abschließend ein virtuoses Orgelwerk aus der Feder von Ronald Autenrieth.


Das Motto des Konzerts lautet „Nacht und Aufbruch“. Autenrieth hat ein Werk zur Weihnachtsgeschichte in sieben Bildern so benannt. Der Weg führt aus der Dunkelheit ins Licht, genauso wie das Weihnachtsfest Licht in die dunkle Jahreszeit bringt. Mit dem Opus beendet der Komponist nach sechs Jahren einen Zyklus von drei geistlichen Miniaturdramen für Klavier und Projektion. Das erste Werk, die „Sieben letzten Worte“ erklang in der Steige-Mensa anlässlich eines ungewöhnlichen Passionskonzerts. Das zweite, „Mauern“ betitelt, wurde zum Mauerfalljubiläum im Foyer des Eberbacher Rathauses aufgeführt, das dritte nun am zweiten Advent in der Michaelskirche. Autenrieth spielt den Klavierpart auch hier wieder selbst, dazu werden farbenprächtige Gemälde von Hartmut Tramer und Textpassagen aus dem Neuen Testament an eine große Leinwand projeziert. Die Weihnachtsgeschichte erscheint in Autenrieths Textbearbeitung abstrahiert, losgelöst von Namen und Orten, gewinnt dadurch jedoch an Aktualität, Bildhaftigkeit und Dramatik.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, Spenden zugunsten der geplanten Orgelrenovierung in der Michaelskirche werden am Ausgang gerne genommen.

© www.NOKZEIT.de


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