Wirtschaftsausschuss tagte in Schefflenz

Neben Joachim Bernhardt (zweiter von rechts) und Helmut Schnatterbeck (links), bereits „alte Hasen“ als ehrenamtlich tätige Naturschutzbeauftragte, wurden mit Clara Elsässer  und Henner Niemann (Mitte) die Nachfolger der kürzlich aus diesem Dienst ausgeschiedenen Lothar Hassel und Jörg Sachs in diesem Amt bestellt. Landrat Dr. Achim Brötel (rechts) dankte den vier Naturschutzbeauftragten im Rahmen einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr für ihr ehrenamtliches Engagement. (Foto: LRA)

Schefflenz. (lra) In Schefflenz tagte auf Einladung von Bürgermeister Houck – „wir wollen eine offenes, transparentes und gastfreundliches Rathaus sein“ – der Kreistagsausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister stiegen die Ausschussmitglieder dann auch gleich ein in die umfangreiche Tagesordnung der von Landrat Dr. Achim Brötel geleiteten Sitzung.

In der letzten Kreistagssitzung sind mit Lothar Hassel und Jörg Sachs zwei von vier verdienten Naturschutzbeauftragten in den Ruhestand verabschiedet worden. Nun stand deren Nachbesetzung sowie die erneute Bestellung der beiden weiterhin tätigen Naturschutzbeauftragten Joachim Bernhardt, Forstdirektor aus Buchen, und Helmut Schnatterbeck, Dipl.-Ing. Forst (FH) aus Mosbach-Nüstenbach an. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, für diese wichtige Aufgabe Nachfolger für die Herren Hassel und Sachs gefunden zu haben und bedanke mich herzlich für dieses nicht selbstverständliche ehrenamtliche Engagement“, erklärte der Landrat. Der Ausschuss bestellte außer Bernhardt und Schnatterbeck nun erstmals Clara Elsässer, Landespflegerin beim Fachdienst Flurneuordnung und Landentwicklung des Landratsamtes, sowie Henner Niemann, Leiter der Forstbetriebsleitung Walldürn, zu „Beauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege“. Beide hatten sich zuvor kurz vorgestellt.


Viel Papier mit wenig Aussage – einmal mehr stellte der Landrat die Sinnhaftigkeit der mit viel Aufwand von der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises (AWN) erstellte Abfallbilanz 2010 in Frage: „Äpfel lassen sich nun mal nicht mit Birnen vergleichen.“ Die Bilanz wurde dann auch lediglich zur Kenntnis genommen.

Die SPD-Kreistagsfraktion hatte um eine Prüfung gebeten, ob die Landkreisverwaltung zusammen mit den Stadtwerken im Kreis künftig ein intelligentes Stromnetz („Smart Grid“) aufbauen kann. Dr. Brötel räumte diesem Thema eine sehr große Bedeutung für die Zukunft ein: „Allerdings werden wir als Landkreis nur für die „Begleitmusik“ sorgen können, weil die Zuständigkeit hier bei den Städten und Gemeinden liegt. Dort liegen die für den Aufbau eines eigenen Stromnetzes benötigten Konzessionen, Städte und Gemeinden schließen in eigener Zuständigkeit entsprechende Verträge mit den jeweiligen Energieversorgern ab.“ Ein konkreter Handlungsansatz ergebe sich für die Landkreisverwaltung derzeit nicht.


Mehr Diskussionsstoff bot ein Antrag der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, in dem sie die Erarbeitung eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes, verbunden mit einer befristeten Projektstelle für den Aufbau des Umweltmanagements für die Liegenschaften des Neckar-Odenwald-Kreises angeregt hatten. Konkret ging es zunächst nur um die Einholung entsprechender Angebote. Während Dr. Norbert Rippberger (CDU) und Jürgen Galm (CDU) den Aufwand und die damit entstehenden Kosten grundsätzlich in Frage stellten mit Hinweis auf die Anstrengungen, die der Landkreis ohnehin schon gemacht habe, um in den Gebäuden Energie einzusparen, verteidigte Simone Heitz (Bündnis 90/Die Grünen) ihr Anliegen: „Ein enormes Einsparpotential ist nach wie vor vorhanden und hier sollte man sich Sachverstand von außen holen“. Heide Lochmann(SPD) pflichtete ihr bei. Die Abstimmung allerdings ergab eine Ablehnung des Antrages mit acht zu sieben Stimmen.


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Im Zusammenhang mit der Neuvergabe zweier „Linienbündel“ bzw. zusammengefasster Buslinien verwies Landrat Dr. Brötel auf den kürzlich vorgestellten Leitfaden zum Umgang in extremen Wettersituationen, der insbesondere für die Schülerbeförderung konkrete Handlungsanleitungen enthält und für Sicherheit auch bei extremem Schneefall oder bei Glätte sorgen soll: „Damit sind wir künftig gewappnet. Und für andere Landkreise könnte dieser Leitfaden sehr gut als Modell dienen.“. Ebenso positiv bewertete der Landrat den NeO-Bus, den Rad- und Wanderbus zwischen Eberbach und Amorbach, der erstmals von Juni bis Ende Oktober 2011 insbesondere Radfahrer und Wanderer von Eberbach über Waldbrunn und Mudau bis Amorbach und zurück transportiert hat und es auf das sehr respektable Ergebnis von durchschnittlich 93 beförderten Personen pro Tag gebracht hat: „Das ist eine gute Auslastung für den Anfang, der auf mehr hoffen lässt.“

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