Reisenbach sanierte St. Josef

von Liane Merkle

Blick in den Altarraum.

Reisenbach. Mit einem zweitägigen Kirchweihfest feierte die Mudauer Gemeinde Reisenbach den gelungenen Abschluss der Renovierungsarbeiten an ihrer St. Josefs Kirche.

Das Rahmenprogramm beinhaltete neben dem samstäglichen Tanzabend mit den ,,Mudauer Schulbuben“ einen außergewöhnlichen Festgottesdienst am Sonntag mit anschließendem gemeinsamem Essen in der Alten Schule.

Im Anschluss folgte die Aufführung des biblischen Kindermusicals ,,Zachäus“ unter der Leitung von Katrin Fleischmann und Andrea Thier, dem sich ein Schülerkonzert der Musikschule von Werner Scheuermann und ein kleiner historischer Ausflug mit Rita Rechner anschlossen.

Zuvor hatten in einem kurzen offiziellen Teil als Grußredner Pfarrgemeinderätin Michaela Brenneis, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Hanno Rottus vom kirchlichen Bauamt Heidelberg die große historische und soziale Bedeutung der Reisenbacher Kirche für die gesamte Gemeinde, aber auch den besonderen Einsatz der örtlichen Bevölkerung für ihr Gotteshaus hervorgehoben. Dabei ging man auf die ausführliche Sanierungshistorie von Ortsvorsteher Günter Baunach ein, die er im Gottesdienst nach seiner Begrüßung präsentierte.


Unter anderem konnte er dabei neben der interessierten Bevölkerung und Vertretern des Pfarrgemeinderates sowie der Gemeinde- und Ortschaftsräte auch die Pfarrer Bier und Zylinski begrüßen. Er betonte, dass man völlig zu Recht zwei Tage lang das Ende der 18 Monate dauernden Sanierung feiere.

„Unsere Kirche erstrahlt nun in neuem Glanz und wir schätzen uns glücklich und stolz, dass die Innenrenovierung durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen werden konnte“. Über den Werdegang der umfangreichen Renovierung berichtete der Ortsvorsteher als Mitglied des Bauausschusses.

St josef reisenbach

Demnach kam im Dezember 2009 die endgültige Zusage zur Renovierung aus Freiburg, worauf ein erstes Treffen mit Bauleiter Ludwig Fuhrmann und Architekt Hanno Roters vom kirchlichen Bauamt Heidelberg und Pfarrer Stanislaus Zylinski stattfand. Bereits im Januar 2010 traf man sich mit dem Pfarrgemeinderat und im Frühjahr fand ein Treffen mit allen Vereinsvorständen statt, bei dem ein Bauausschuss mit Herbert Friedel, Hubert Rechner, Günter Baunach, Helga Walter und Michaela Brenneis gegründet wurde. Es wurde eine neue Kostenschätzung über die gewünschten Ausführungen vorgelegt mit einer Summe der reinen Baukosten von rd. 196.000 Euro. Genehmigt waren vom Erzbischöflichen Bauamt 165.000 Euro. Beschlossen wurden als Bauarbeiten ein neuer Bodenbelag mit Wärmedämmung, neuer Innenputz der Wände, Einbau einer Stahltreppe zum Glockenturm, neue elektrische Leitungen zum Glockenturm, neue Pendelleuchten, die Sanierung der Orgel sowie der Einbau einer neuen Haupteingangstür. Die entstehenden Mehrkosten konnten bei einem weiteren Treffen mit den örtlichen Vereinen durch erhöhte Eigenleistungen mit 45.000 Euro ausgeglichen werden.

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Als weitere Daten nannte der Ortsvorsteher den letzten Gottesdienst vor der Renovierung am Ostermontag 2010 und den 6. April des gleichen Jahres mit der Kirchenräumung mit großem Einsatz der örtlichen Vereine. So wurden im Außenbereich ebenfalls in Eigenleistung die Grundmauern für die Drainage freigelegt, gereinigt, neu verfugt, gestrichen und mit Filterkies aufgefüllt. Ebenfalls die Kirchenbänke ausgebessert, gestrichen und wieder aufgestellt. Bei weiteren Eigenleistungen wurden die Sandsteinplatten am Kriegerdenkmal vor der Kirche ausgebessert.

Die Kosten der Kirchenrenovierung belaufen sich auf insgesamt 196.000 Euro. Wie Günter Baunach weiter mitteilte, seien an Eigenleistungen 45.000 Euro erbracht worden und an Geldspenden konnten 35.000 Euro verbucht werden.

Ein besonderer Dank galt daher allen Spendern, Helfern und Verantwortlichen für ihre beispielhafte Unterstützung und ihr Engagement zum Wohle der gesamten Einwohnerschaft und zum Erhalt eines historischen Gebäudes mit großer kirchlicher und weltlicher Bedeutung. Es verstand sich von selbst, dass der Erlös der gesamten Kirchweih der Renovierung zugute kam.

Mit einem Zitat des früheren Pfarrers Plewnia anlässlich des 60jährigen Kirchenjubiläums, dessen Erlös damals der Grundstock für die Orgel war: ,,durch die Gorchel für die Orgel“, leitete Ortsvorsteher Günter Baunach zum gemütlichen Teil des Festes über und machte noch einmal auf die ansprechende schriftlich verfasste Festchronik aufmerksam.

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