St. Maria wird für 540.000 Euro saniert

Mit einem Gerüst präsentiert sich die Pfarrkirche St. Maria Waldbrunn. (Foto: privat)

Waldbrunn. (pm) Nach sechs Monaten verabschiedet sich die katholische Pfarrgemeinde St. Maria Waldbrunn aus der evangelischen Kirche in Strümpfelbrunn, wo man während der Zeit der Renovierung der Pfarrkirche den Gottesdienst feiern durfte. Ab sofort wird die Heilige Messe im katholischen Gemeindehaus in der Alten Marktstraße stattfinden. Seit Mai wird die katholische Kirche im Innenraum mit einem neuen Anstrich versehen.

Die Pfarrkirche St. Maria entstand etwa im Jahre 1480 als Turmkirche. Nach einer wechselvollen Geschichte, die nach der Reformation und während des Dreißigjährigen Kriegs mehrmals die Konfession wechselte und ihrer Altäre und Kreuze beraubt wurde, stifteten im Jahr 1700 die damaligen Herren von Zwingenberg einen Altar sowie ein Kreuz, die beide noch heute in der Kirche erhalten sind. Der Hauptaltar sowie die beiden Seitenaltäre wurden nach dem letzten Umbau der Kirche im Jahr 1908 von der Kirche in Höpfingen für den Preis von 300 Reichsmark erworben.


Die nun anfallenden Renovierungskosten in Höhe von 540.000 Euro werden von verschiedenen Stellen getragen. Das Erzbischöfliche Ordinariat gewährt einen Zuschuss von 136.300 Euro. Die Pfälzisch-Katholische Kirchenschaffnei Heidelberg steuert 150.000 Euro bei. Aus eigenen Rücklagen der Kirchengemeinde werden mit 112.180 Euro erbracht, während der noch notwendige Rest in Höhe von 137.500 Euro müssen durch Eigenleistungen der Gemeinde, durch Spenden und durch die Aufnahme eines Darlehens aufgebracht werden.

Rechtzeitig zur Weihnachtszeit wollen die Waldbrunner Katholiken ihre Pfarrkirche in neuen Glanz mit einem feierlichen Gottesdienst wieder in Besitz nehmen.


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1 Kommentar

  1. Was wird denn das für eine Luxussanierung? Ich finde es unverschämt, dass ich per Briefpost angebettelt werden, von einer der reichsten Institutionen der Welt.
    Wenn man sich bescheidener gebe, was die Sanierung betrifft, würde man mit dem Bruchteil der genannten Summe auskommen.

    Wenn man dann noch berücksichtigt, dass es immer weniger Katholiken gibt. Im hohen Odenwald sind die Tage der Gemeinde St. Maria ja wohl gezählt. Es gibt weder einen Pfarrer noch eine funktionierende Gemeinde. Es wäre daher am sinnvollsten, würde man die Kirche schließen und/oder nur noch die Kapelle in Schollbrunn nutzen.

    Ca

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