MdL Hauk informiert zu S 21

(Foto: privat)

Mosbach. Die Volksabstimmung am 27. November 2011 über das Infrastrukturprojekt „Stuttgart 21 mit der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm“ steht vor der Tür. Der Neckar-Odenwälder Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk, möchte deshalb in einer Informationsveranstaltung am Freitag, den 18. November 2011, um 19 Uhr im Gasthaus „Odenwald-Bierbrunnen“ in Mosbach (Hauptstraße 65, 74821 Mosbach) die wichtigsten Fragestellungen zu Stuttgart 21 und der Volksabstimmung sowie die Folgen eines etwaigen Ausstiegs des Landes besprechen und diskutieren. Für diesen Abend steht in Bernhard Bauer, Geschäftsführer der Bürgerinitiative Pro Stuttgart 21 e.V. und Ministerialdirektor a.D., ein ausgewiesener Experte für die Diskussion zur Verfügung.


„Wir werden bei der Volksabstimmung nicht nur über dieses Zukunftsprojekt, das von zentraler Bedeutung für das Land, aber auch für unseren Neckar-Odenwald-Kreis ist, abstimmen, sondern ebenso eine Entscheidung über die Bedeutung des Rechtsstaats treffen. Wir stimmen darüber ab, ob die Landesregierung einen Vertragsbruch begehen darf oder nicht. Denn die Gesetzesvorlage, die zur Abstimmung steht, spricht von Kündigungsrechten wo es keine gibt. Die Fragestellung ist dabei so verquer, dass nur von absichtlicher Irreführung von Seiten der Landesregierung gesprochen werden kann: Befürworter des Projekts müssen mit ‚Nein’ stimmen, Gegner mit ‚Ja’“, erläuterte Hauk dabei.


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4 Kommentare

  1. Ein Bahnhofsneubau soll „von zentraler Bedeutung für das Land“ sein? Das ist eine unseriöse Übertreibung. Einzig zentrale Bedeutung haben die Kosten von schätzungsweise 10 Milliarden und das Chaos während der Bauzeit von 10-15 Jahren. Alles wegen ein paar Minuten Zeitersparnis bei den Fahrzeiten, die aber von den schlechteren Umstiegszeiten wieder wett gemacht werden.

  2. Die einzige „absichtliche Irreführung“ ist ja die Ansicht des Herrn Minister Ade. Bereits im ersten Satz wird untreffenderweise behauptet, dass die Volksabstimmung „MIT“ der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm zu tun hätte. Dies ist falsch, die NBS kommt, gleichgültig wie die Wahl ausgeht!

    Dabei ist deutlich zu erwähnen, dass jede Zeitersparnis in Verbindung mit Halt oder Durchfahrt in Stuttgart die Neubaustrecke und/oder schnellere Züge zu verantworten haben! Diese Züge unterliegen ebenfalls einer separaten Ausschreibung, haben also rein gar nichts mit dem unterirdischen Bahnhof S21 zu tun. Die Finanzierung bleibt jedoch fraglich, wenn die Kosten für S21 explodieren!

    Jedem sollte klar sein, dass eine Verbesserung der Lage im Neckar-Odenwald-Kreis nur dann geschehen wird, wenn hier Geld in die Hand genommen und nicht allein in Stuttgart vergraben wird. Ein „Luxus-Denkmal“ für Polit-Promis in Stuttgart ersetzt keine schnellere Lok, schafft keine bessere Anbindung und erhöht nicht den Takt auf den Gleisen in unserer Region.

    Selbst von sicheren Arbeitsplätzen in BaWü kann kaum eine Rede sein, da die Ausschreibungen EUROPAWEIT stattfinden.

    Mit „JA“ zum KündigungsGESETZ existiert kein Vertragsbruch. Diese vorlaute CDU sollte sich diesbezüglich mal besser an ihren jüngsten Rückzieher in der Atompolitik erinnern! Ausstieg aus dem Einstieg ist möglich 😉

  3. … und in München hat es auch geklappt mit dem Ausstieg aus dem Transrapid.

    Ich möchte mal einen Häuslebauer sehen, dem vor dem Baubeginn gesagt wird, es werde plötzlich doppelt so teuer, er darf aber nicht mehr vom Bauvertrag zurücktreten.

  4. Ich könnte immer wieder kotzen, wenn ich das lese, dass ich schneller am Flughafen bin, wenn ich lese, dass ich 76 Minuten einspare.

    Bitte lieber Herr Bürgermeister Jens Wittmann, stellen Sie sich dem Dialog. Ich will von Robern nach Calw im Schwarzwald und abends wieder zurück, habe kein Auto. Wo bringt mir STUTTGART 21 Vorteile?

    Ich will mehr Busse von Robern zur S-Bahn nach Mosbach, Eberbach oder sonst wo hin.

    Bei Ihren (Schein)-Argumenten wird immer so getan, als würde der ganze NOK in Osterburken oder Neckarelz, als an den lokalen Bahnknoten wohnen. Aber dort wohnen keine 20 Prozent der Kreisbürger.
    Bitte machen Sie ein Beispiel aus Robern, Trienz, Steinbach, Unterneudorf, Bödigheim, Sindolsheim…
    Dann kann ich Ihre Behauptungen nachvollziehen. Aber leider, leider geht da kein Befürworter drauf ein.

    Herr Neser, als Pensionär haben Sie doch Zeit, bitte recherchieren, wie ich besser ÖPNV auf dem flachen Land nutzen kann. Oder fährt mich der jeweilige Ortsverein an den Bahnhof Neckarelz oder Osterburken,

    Ich setzte mich gerne mit allen Seiten auseinander, aber ich möchte nicht für doof gehalten werden.

    Gernot Schulze
    Odenwald

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