Am HSG gibt´s auf die Ohren

von Laura Wilken

Siebtklässler des HSG nahmen am Schülerradiotag in Stuttgart teil. Das Bild zeigt von links nach rechts Patricia Eitel, Lara Jacobi, Maren Baumgärtner und Hanna Ulmrich beim Abmischen eines Interviews. (Foto: privat)

Eberbach/Stuttgart. Wie funktioniert Radio? Wie entsteht ein Beitrag? Wie kommt ein Interview zustande? Wie hört sich meine Stimme durch den Lautsprecher an? Um das zu erfahren, besuchten die Schüler der Klasse 7a des Hohenstaufen-Gymnasiums vor kurzem mit ihrem Deutschlehrer StD Hans-Peter Fink, begleitet von Katrin Heckmann und Irina Blesch, den Schülerradiotag an der Hochschule für Medien in Stuttgart. Ziel der Veranstaltung war ein Perspektivenwechsel vom reinen Konsumenten zum Produzenten. Dadurch erhielten die Kinder und Jugendlichen einen interessanten Einblick in das Thema Radio. Laura Wilken, Maren Baumgärtner, Tim Dengel, Hans-Peter Fink, Julian Kainz, Christoph Reichert, Marie Nuding und Sarah Wohlrab haben darüber einen Text zusammengestellt, Annabelle Gebhard lieferte das Bild dazu.


Inhalte und Verlauf der einzelnen Workshops unter der Leitung von Radioprofis waren sehr unterschiedlich: Bei „Das Live-Interview – vom Konzept bis zur Studioaufnahme“ wurden die Technik und worauf es beim Interviewen ankommt erklärt. Nachdem entschieden war, wer befragt und welches Lied im Anschluss gespielt wird, wurde ein eigenes dreiminütiges Interview aufgenommen. In „Nachrichten, Interview oder freie Moderation – jedes Mal müssen wir anders sprechen und betonen“ ging es darum, sich in freiem Sprechen zu üben. Nachrichten mussten in ein Aufnahmegerät gesprochen werden. Später wurde ein Satz vorgegeben, aus dem eine Geschichte gebildet werden sollte.




Im Workshop „Von der Umfrage zum Beitrag“ wurden selbstständig Fragen entwickelt und diese anschließend mit einem Aufnahmegerät u.a. an Studenten gestellt. Danach wurde alles Aufgenommene zu einem sendereifen Radiobeitrag geschnitten. Bei „Schreiben fürs Radio – News zum selber machen“ lernten die Schüler alles über Radionachrichten. Jeder schrieb einen Text aus einer beliebigen Zeitung so um, dass er fürs Radio geeignet war und schließlich in einem Tonstudio aufgenommen werden konnte.

Beim Thema „Jingleproduktion und Sounddesign“ erfuhren die Teilnehmer, in welche Bestandteile die Musik zerlegt wird und dass musikalische Verpackungselemente nicht nur fürs Radio verwendet werden, sondern auch um im Fernsehen Werbespots zu produzieren. Gute akustische Erkennungszeichen und Verpackungselemente wurden anschließend begutachtet, bevor solche produziert wurden. Dies wurde auch selber versucht und sogar eigene kleine Stücke komponiert.


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Die Aufgabe der „Schülerjury ‚Best of Schülerradio'“ bestand darin, 27 eingereichte Beiträge für den SchülerRadioAward 2011 zu bewerten und zu kommentieren. Jugendliche zwischen zehn und 14 sowie 15 und 20 Jahren aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hatten sie in vielen verschiedenen Kategorien (z.B. Komödie, Liebe, Medien, etc.) eingereicht. Die beiden „Gewinnergruppen“ mit den meisten Punkten gewannen je 200 Euro.

Bei „Kino im Kopf – Hörspiele selber machen“ wurde erläutert, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie man ein Hörspiel selbst produziert. Jede Gruppen wählte ein paar Seiten aus einem der mitgebrachten Kinderbücher aus. Die Teilnehmer wurden in die Bedienung des Aufnahmegerätes eingewiesen, mit dem sie die vorher ausgesuchten Geräusche und den Text ihres Konzeptes aufnahmen. Um ihre Aufnahmen zu schneiden, wurden die Schüler in die Audio-Software „Audacity“ eingeführt. Als letztes wurden gemeinsam die entstandenen Geschichten  angehört.

Insgesamt hatten alle viel Spaß an diesem informationsreichen Tag. Nun können sich viele HSGler auch vorstellen, später einmal was beim Radio zu machen. Einen weiteren Schritt in diese Richtung gibt es nach den Herbstferien: Hans-Peter Fink bietet an der Schule eine Radio-AG an, in der eigene Sendungen produziert werden können. Schließlich ist ein Studiobesuch beim Jugendsender bigFM vorgesehen, bei dem die jungen Radiomacher ihre eigenen Produktionen in einer Livesendung den Hörern vorstellen

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