Stimmungsvolle Lichterklänge in Mudau

von Liane Merkle

Mudau. Ihren Märchengarten öffnete nicht nur „Frau Holle“ bei den 8. Mudauer Lichterklängen, sondern – ebenfalls zum 8. Mal – Monika Breunig von der gleichnamigen Gärtnerei, die nach Aussage von Gernot Hauk und nach Meinung der rd. 200 Gäste mit diesem Ambiente wieder einmal eine Wohlfühloase geschaffen hatte.

Brennende Kerzen oder leuchtende Sterne, wohin man auch blickte, zauberhafte Farbensembles und traumhafte Adventsgestecke bzw. weihnachtliche Kunstwerke strahlten zusammen mit Tannenduft und Glühweingewürz eine Atmosphäre aus, die stimmungsvoller nicht hätte sein können und die zusammen mit dem angenehmen Bass von Harald Grimm und der „engelhaften“ Gesangsstimme von Nadine Heck der „Erfolgsstory Lichterklänge“, so Hans Slama, ein weiteres Kapitel hinzu gefügt habe.


Als unvergleichliche Symbiose aller Beteiligten und verbindendes Element zwischen den Ortsteilen titulierte Rektor Roman Andres das „Auserlesen von Gernot Hauk, Vorgelesen von Harald Grimm, Aufgelesen von Gärtnerei Breunig und Mitgelesen vom Förderverein der GHWRS und dem Heimat- und Verkehrsverein“.

Den musikalischen Auftakt lieferte Nachwuchskünstlerin Nadine, die sich selbst zur Gitarre begleitete, mit „Vom Himmel hoch“ so gekonnt und ansteckend, dass ein Chor von 200 Stimmen sie begleitete. Und diesen Background hatte sie auch bei „Let it be“, „De Virgin Mary“ und „Lady in Black“, wobei sich dieses Stück schon durch die gesprochene Begleitung von Harald Grimm abhob.

Doch zuvor waren „Grimm’s Märchen“ mit „Winters Einzug“ ( Franz Pocci) in alle Glieder gekrochen. Man hatte eindrucksvoll das große „Gewicht der Scheeflocke“ aus einer Parabel von Fredrik Vahle erfahren und die besondere Gefühlswelt eines scheidenden „Schneemanns“, der sich mit einem Kettenhund angefreundet hatte.

In Janosch’s Parabel „Der alte Mann und der Bär“ wurde deutlich, was wirklich zählt im Leben. Doch das hatte schon der zehnjährige Hermann Hesse in seinem Märchen von den beiden ungleichen Brüdern deutlich gemacht. Der Mittelteil des Abends war dann ganz „Frau Holle“ gewidmet. Dieses Volksmärchen der Gebrüder Grimm habe Gernot Hauk vor allem fasziniert, weil es nachweislich schon mehrere 1.000 Jahre alt und in verschiedenen Varianten auf der ganzen Welt verbreitet sei. Nach der bekannten „Urform“ präsentierte der vortragende Grimm die Variante aus Liberia unter dem Titel „der wunderbare Fremde“ bevor er die heimische „Frau Hulda“ vorstellte, die Schlechtes mit Schabernack, Gutes als Christkind belohnte, bevor abschließend „Janosch“ mit seiner Wertevorstellung über „Frau Holle“ zu Wort kam.

Doch irgendwie schlich sich das Thema von Fleiß, Gehorsamkeit, Versuchung und Ehrlichkeit mit den Märchen vom „Marienkind“ der Brüder Grimm“ und von Oskar Wildes „eigensüchtigen Riesen“ auch in den Schlussteil des Kuschelabends, der den beiden Vortragenden ein stets aufmerksames und absolut begeistertes Publikum, darunter neben Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Ortsvorsteher Klaus Erich Schork auch Konrektor Walter Herkert und Gerhard Engelhard als Vorsitzender des Schulfördervereins, beschert hatte.

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