Kreis-Grüne vom „Nein“ enttäuscht

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Das Ergebnis der gestrigen Volksabstimmung hat mehrere Seiten, so die beiden Kreisvorsitzenden der hiesigen Grünen Christine Denz und Christine Böhm. Das Ergebnis sei zwar enttäuschend, aber dennoch haben auf Landesebene mehr als 40 Prozent mit „Ja“ gestimmt, auf Kreisebene immerhin knapp 36 Prozent. Das bedeute auch eine weitere Stärkung der Grünen, die als einzige Partei für das JA geworben hat. Auffällig sei, dass die hiesigen Kommunen, die an der S-Bahn liegen, durchweg kritischer als der Durchschnitt gegenüber dem Bau von Stuttgart 21 votiert hätten. Diese wüssten aus eigener Erfahrung von den Kämpfen für mehr Geld für bessere Verkehrsanschlüsse für den Ländlichen Raum. Diese würden jetzt noch härter werden. Herausragend pro „JA zum Ausstieg!“ seien die Ergebnisse im Kleinen Odenwald. Hier schlage der neue S-Bahn-Anschluss zu Buche wie auch die beharrliche Aufklärungsarbeit einer kleinen sehr aktiven Gruppe. Auch  Kreisrätin Simone Heitz hätte Wirkung entfaltet.

Durch die Zusammenarbeit in dem von Vielfalt geprägten Kreisbündnis “JA zum Ausstieg!“ habe man viele Menschen ansprechen können. Denz und Böhm dankten ihren Mitstreitern aus dem Kreisbündnis „JA zum Ausstieg!“ für die engagierte, sachorientierte und faire Zusammenarbeit! Das Bündnis habe auf Menschen gesetzt, die andere Seite auf teure Anzeigen und Plakate. Man habe feststellen können, dass viele Bürger sich im Detail mit der Problematik auseinandergesetzt haben.


Durch das Referendum wurden die Menschen in unserem Land sensibilisiert, und man werde künftig die Kostenentwicklung und den weiteren Verlauf von S21 sehr genau im Auge behalten. Schon dies sei positiv und ein Gewinn für die Demokratie und die direkte Beteiligung der Bürger. Dem Politikverständnis der Grünen entsprechend, stehe nichts über den Entscheidungen des Volkes, des Souveräns. Deshalb werde das Ergebnis akzeptiert.  Wie es dann konkret in Stuttgart weitergehe, bleibe spannend und müsse zwischen den Partnern verhandelt werden, wie es auch gestern in der SWR-Live-Sendung betont worden sei.

„Die Landesregierung muss über die Kosteneinhaltung wachen; wir hier im Kreis über die Realisierung der versprochenen vielfältigen Verbesserungen für Zugverbindungen aus dem Kreis nach Stuttgart. Wir werden die Herolde der S21-Segnungen an ihre großmächtigen Versprechungen erinnern“, versprachen die beiden Kreisvorsitzenden.



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