Bundesweite CSU bald auch im Bauland

Christlich Satirische Unterhaltung in Großeicholzheim

von Liane Merkle

(Foto: Agentur)

Großeicholzheim. Kirche und Kabarett – passt das zusammen? Pfarrer Maybach meint: Unbedingt!

Wie beides eine gelingende Einheit bilden kann, zeigt der bundesweit erfolgreiche Kirchenkabarettist in seiner Christlich Satirischen Unterhaltung, mit der er am 30. Dezember in der Evangelischen Kirche Großeicholzheim gastiert.


Nach dem Arzt kommt der Pfarrer – jetzt auch im Kabarett, denn wie Eckart von Hirschhausen wirklich Mediziner ist, ist Ingmar von Maybach-Mengede (so der vollständige Name) tatsächlich evangelischer Pfarrer.

Ist unsere oberste Pfarrerstochter durch die Wiederwahl endgültig zur „Madonna des Protestantismus“ geworden? Wie beeinflusst Angela Merkels Mundorgel die Weltpolitik? Ist Westerwelle schon Außenminister oder noch Außenministrant? Wie könnte ein Zielgruppen-Gottesdienst für Vielflieger gestaltet werden? Was kann die Kirche von Telekom und IKEA lernen? Diese und andere Fragen werden bei der bundesweiten CSU satirisch aufbereitet, musikalisch ausgestaltet und manchmal sogar unter Publikumsbeteiligung geklärt und: „Es dauert nie lange, bis die Ersten lachen.“ (Süddeutsche Zeitung).


Maybach kreuzt die Anthroposophie mit der Bierwerbung („Das einzig Wahre war Steiner“) und gewährt tiefe Einblicke in die Mühen der Predigtvorbereitung und des Religionsunterrichts („Nein, wer für den Glauben stirbt, ist kein Mehrtürer“). Selbst komplexe biblische Fragen werden hier leicht, wenn der Pfarrer die Eigenheiten der vier Evangelien Anhand der deutschen Presselandschaft erklärt. So wird die Wechselbeziehung von Kirche, Medien und Gesellschaft ebenso durchleuchtet, wie der Einfluss des protestantischen Pfarrhauses auf die Politik. Ein großer Spaß für alle, die einen neuen Blick auf kirchliches Treiben und Selbstverständnis wagen wollen. Dabei muss man nicht bibelfest oder ein fleißiger Kirchgänger sein, um über die Ausführungen des Soziologen, Theologen und Kabarettisten herzhaft lachen zu können.

Der Pfarrer stand als politischer Kabarettist bereits mit Arnulf Rating, Urban Priol und Kurt Krömer auf der Bühne. Durch den Kontakt zum Babenhäuser Pfarrerkabarett während des Vikariates erfolgte der Wechsel in das Genre des Kirchenkabaretts. Seitdem haben in über 200 Vorstellungen mehr als 30.000 begeisterte Zuschauer den ”Spaßmacher Gottes” (Tagesspiegel) erlebt. Von 2007 bis 2011 war er Pfarrer in Ueberau, dem „Roten Dorf“ im Odenwald. Als einziger Pfarrer in Deutschland stand er einem echten Kommunisten (DKP) als Ortsvorsteher gegenüber – als „Don Camillo“ im Odenwald. Seit diesem Sommer nun ist Pfarrer Maybach von seiner Landeskirche für seine ganz spezielle Form der humoristischen Verkündigung freigestellt.

Infos im Internet:

www.maybach-menge.de

© www.NOKZEIT.de


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