„Bücherei des Judentums“ wieder eröffnet

Symbolbild - Sonstiges

Die „Bücherei des Judentums“ in Buchen wurde wiedereröffnet, nachdem sie unter Federführung von Rebekka Denz und Sarah Müller neu organisiert wurde. Das Foto zeigt Rebekka Denz (4.von links) zusammen mit Landrat Dr. Brötel, Bürgermeister Burger und einem Teil ihres Helfer-Teams Christine Denz, Hermann Schmerbeck, Gisela Brech, Edeltrud Hauck, Maria Eisenbeiser und Pfarrer Herbert Duffner. (Foto: J. Hauck)

Buchen. (cd) Lange Jahre lag sie fast wie in einem Dornröschenschlaf, obwohl sie Schätze birgt und obwohl sie mitten in der Altstadt liegt. Nun aber präsentiert sie sich erneuert und bereit, ihren ideellen Reichtum zu teilen. Die Rede ist von der „Bücherei des Judentums“ in Buchen, die von der Judaistin Rebekka Denz, der leider verhinderten Sarah Müller und ihrem ehrenamtlichen Helfer_innen-Team neu und übersichtlich geordnet wurde. Sie wurde am vergangenen Freitag der lesenden Bevölkerung wieder zugänglich gemacht.

Rund 8.500 Bücher  fasst derzeit der Bestand der Stiftung, die auf Pfarrer Duffner, den langjährigen Leiter des Jugenddorfs Klinge, zurückgeht. 2/3 der Titel sind Fachliteratur, 1/3 ist der Schönen Literatur, der Belletristik, gewidmet.  Rebekka Denz in ihrer Einführungsrede zu dem Buchener „Haus des Buches“: „Ebenso wie der (jüdische) Wanderbuchhändler religiöse und weltliche Literatur zu seiner Leserschaft gebracht hat, finden sich hier Bücher beiderlei Inhalts.“  Als Sammelschwerpunkte hob sie Themen wie die Shoah, den Zionismus und die immer stärker werdenden regionalen Forschungen zu jüdischer Geschichte hervor ebenso wie Biographien und Autobiographien; nicht zu vergessen sei die Literatur der Gegenwart.

Die Fachfrau dankte ihren vielen Helfer_innen, allen voran dem langjährigen Bibliothekar Hermann Schmerbeck und der Bibliothekarin Gisela Brech, beide aus Buchen, die beide weiterhin aktiv sein werden. Pfarrer Herbert Duffner  zeigte sich über die vielen Besucher_innen sehr erfreut und berichtete über seine zeitgeschichtlich unterlegten Motive, den Buchbestand  im Laufe seines Lebens anzulegen. Er nannte insbesondere das Werk von Martin Buber und den jüdisch-christlichen Dialog.

Abschließend stellte er mit Hermann Schmerbeck seinen Nachfolger als Vorsitzenden  der „Stiftung Bücherei des Judentums“ vor. Dieser bedankte sich in einer von Herzlichkeit geprägten Rede und mit einer weißen Rose bei Rebekka Denz. Dem schlossen sich sowohl Bürgermeister Burger als auch Landrat Dr. Brötel an, die beide den geistigen Schatz bewahrt und entwickelt sehen möchten.

Info: Die Bücherei des Judentums, Buchen, Obergasse 3,  ist donnerstags von 16 – 18 Uhr geöffnet. Besuchergruppen und Schulklassen können sich unter 06281/31110 anmelden. Einen Online-Katalog gibt es ebenfalls.

Infos im Internet:
www.buecherei-des-judentums.de.

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