Brandopfer legte Feuer selbst

Brandermittler fanden Reste eines Einwegfeuerzeugs im Brandschutt

Wiesloch. Der 51-jährige Mann aus Wiesloch, der am gestrigen Dienstag auf der Aufnahmestation des PZN Wiesloch ums Leben kam (NZ berichtete), hat den Brand nach den Ermittlungen der Wieslocher Kriminalpolizei selbst gelegt. Im Brandschutt wurden die Reste eines Einwegfeuerzeuges gefunden, mit dem der auf dem Bett fixierte Mann das Bettzeug entzündete; dritte Personen hatten im fraglichen Zeitraum keinen Zugang zu dem bewachten Zimmer.

Zur Klärung der genauen Todesursache hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg eine Obduktion angeordnet, die beim Institut für Rechtsmedizin der Universität Heidelberg durchgeführt werden wird.

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Der 51-Jährige war erst in der Nacht zum Dienstag zunächst wegen Störung der Totenruhe von der Polizei festgenommen und anschließend ins PZN Wiesloch eingeliefert worden, da sich bei den Ermittlungen Anhaltspunkte ergeben hatten, dass er psychisch krank ist.

Er hatte bei der Polizei eingeräumt, am 29.Januar vormittags und am 31.Januar nachts auf dem jüdischen Friedhof in Wiesloch die Totenruhe gestört zu haben, indem vor der dortigen Gedenkstätte Bücher entzündete. Ein politischer Hintergrund bei diesen Taten scheidet aus, die Motivation ist eher in einem religiös bedingten Krankheitsbild zu vermuten.

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