ANH informierte über Schleusenausbau

Ladenburg. (pm) Am Mittwoch hatte das Amt für Neckarausbau Heidelberg (ANH) zur Informationsveranstaltung über die Ertüchtigung des Neckars für das 135-m-Schiff zwischen Mannheim und Heilbronn geladen. Der Einladung ins Rathaus nach Ladenburg gefolgt waren der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises Stefan Dallinger, Bürgermeister oder deren Vertreter der Städte und Gemeinden zwischen Mannheim und Heilbronn, Naturschutz- und Regionalverbände, Vertreter des Binnenschifffahrtsgewerbes sowie der Regierungspräsidien Karlsruhe und Stuttgart.

Was passiert an welcher Staustufe, welche ökologischen Auswirkungen bringen die 135-m-Schiffe mit sich, welche Gutachten liegen mit welchen Ergebnissen im Rahmen der Ertüchtigung des Neckars für das 135-m-Schiff vor – diese und noch weitere Fragen galt es auf der Informationsveranstaltung näher zu erläutern und zu beantworten. „Mit dem 135-m-Schiff können mehr Güter bei gleicher Abladetiefe transportiert werden, ohne die Umwelt dabei stärker in Mitleidenschaft zu ziehen.

Ganz im Gegenteil das Binnenschiff stellt im Vergleich zum Zug oder LKW das umweltschonendste Transportmittel dar“, verdeutlichte Dipl.-Ing. Klaus Michels, Amtsleiter des ANH. Er erläuterte im Folgenden die nicht nur in Verbindung mit der Ertüchtigung zusammenhängenden Aufgaben des ANH – angefangen von der Verlängerung und Grundinstandsetzung der Schleusen, dem Neubau oder der Grundinstandsetzung der Wehre und Hochwassersperrtore, dem Bau von Fischaufstiegsanlagen bis hin zur Sicherung von Seitenkanälen.


Bevor der Entschluss zum Ausbau des Neckars für das 135-m-Schiff fest stand, wurden von der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) zahlreiche Gutachten angefertigt. So informierte der Amtsleiter über das Befahrbarkeitsgutachten der BAW mit positivem Ergebnis für ein längeres Schiff auf dem Neckar. Dr. Michael Fiedler und Nikolas Uffmann, beide BfG, stellten in Kurzform ihre ökologischen Begleituntersuchungen zum Vorhaben „Ausbau des Neckars für das 135-m-Schiff“ vor, welche keine Veranlassung zur Schlussfolgerung hatte, dass der Neckar unter der Beanspruchung eines längeren Schiffes negative Auswirkungen zur befürchten habe.

 

„Viele Bauwerke am gesamten Neckar stammen aus den 1920er- und 1930er-Jahren und bedürfen einer dringenden Sanierung, zum Teil auch eines Neubaus. Die Grundinstandsetzung aller Staustufen am Neckar und die Verlängerung einer Schleusenkammer zwischen Mannheim und Heilbronn haben in den nächsten Jahrzehnten die höchste Prioritätsstufe. Im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie, welche die gesetzlich verpflichtende Grundlage für die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit bildet, wird das ANH Fischaufstiegsanlagen am Neckar errichten“, berichtete Klaus Michels. Während der gesamten Baumaßnahmen werden Bürger, Umwelt- und Naturschutzverbände, Städte und Gemeinden über die Abläufe informiert.

Mit dem erfolgten Termin in Ladenburg ist damit ein weiterer großer Schritt in Richtung einer offensiven Informationspolitik der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes getan.

500Infoveranstaltung Schleusenausbau

Viele Vertreter der Neckaranlieger waren nach Ladenburg gekommen. (Foto: pm)

 

Infos im Internet:

www.anh.wsv.de

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: