Bezirksausschuss der Siedler in Buchen

von Liane Merkle

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Unser Bild zeigt von links: Bürgermeister Roland Burger, MdB Alois Gerig, Landrat Dr. Achim Brötel und den Landesverbandsvorsitzenden Harald Klatschinky.

Buchen. Im wahrsten Sinn des Wortes „Atem beraubend“ war die schwungvolle Eröffnung der Ausschuss-Sitzung in der Buchener Stadthalle – vermutlich für die Gäste des gesamten Bezirks Nord des Verbandes Wohneigentum noch mehr als für die absolut durchtrainierten Tänzer der Buchener Breakdance-Gruppe „Infinity“. Auf jeden Fall war dieser Auftakt nicht nur ein Novum in den Veranstaltungen der ehemaligen Siedler, sondern auch ein deutliches Zeichen für die Arbeit der Zukunft. Denn was die fünf Jungs bewegungstechnisch an Eleganz und Grazie, verknüpft mit unglaublicher Akrobatik und Energie“ aus dem Effeff beherrschten und auf die Bühne zauberten, dürfte in Wohnpolitischer Sicht als Ziel des Landesverbandes Wohneigentum Baden-Württemberg gesehen werden.

Das wurde auch deutlich in den Ausführungen des Landesverbandsvorsitzenden Harald Klatschinky, der hervorhob, dass man jede Gelegenheit genutzt habe, um den mittlerweile 25.000 Mitglieder starken Verband ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, auch mit einem neuen Profil in Sachen Dienstleistung z. B. durch das neue Dienstleistungszentrum in der Steinhäuserstraße 1 in Karlsruhe. Als Basisziele nannte Klatschinsky Immobilienbörse, unabhängige Baufinanzierung und –begleitung, Rechtsberatung und –Vertretung, Gartenfachberatung und –planung, Grundversicherungspakete für Bauherren, Interessenvertretung, Jugendarbeit, Begutachtung und Wertermittlung, Energieberatung, aber auch Beratung für altersgerechtes Wohnen, Vermietungsbereich, Immobilienübergabe, bzw. Erb- und Testamentsfragen.


Sein Dank richtete sich an die unzähligen ehrenamtlichen Mitarbeiter des Verbands, die ja das große Plus des ländlichen Raums ausmachen, wie auch den anerkennenden Worten der Grußwortredner zu entnehmen war.

Bürgermeister Roland Burger nannte dabei seine positiven Erfahrungen mit der örtlichen „Siedlergemeinschaft“, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum feiere und die sich – wie der Landesverband und die Stadt selbst dem demographischen Wandel als Herausforderung stelle.

Landrat Dr. Achim Brötel zeigte sich erfreut zum einen über die hervorragende Zusammenarbeit mit den Kreisverbänden Buchen-Wertheim und Mosbach, aber auch über die gestoppte Talfahrt im Wohnungsbau, der seit 2010 im Neckar-Odenwald-Kreis wieder leicht steigende Tendenz zeige.

Und MdB Alois Gerig nannte als Mitglied des Bundestages und daher zeitweise in Berlin wohnhaft die vielen Vorteile „seines“ ländlichen Raums, wo man gelebte Solidarität spüre. „Auf Dauer ist nur erfolgreich, wer zum Wandel bereit ist“, und diese Eigenschaft habe der Verband Wohneigentum schon mehrfach bewiesen.

Die Flexibilität der „Siedler“ machte Lydia Klosowski als Gemeinschaftsleiterin des gastgebenden Ortsverbandes Buchen in ihrer Begrüßung deutlich. Denn als die „Siedlergemeinschaft Eckenberg“ vor 60 Jahren im Buchener Gasthaus „Zur Post“ von 25 Mitgliedern gegründet worden sei, war dies zwar wie heute wegen der starken Unterstützung in Bau-, Versicherungs-, Rechts- und Steuerfragen, doch diese haben einfach anders ausgesehen.

In dem Referat von Landesgartenfachberater Sven Görlitz über seine Arbeit im Wandel der Zeit kam dieses Thema dann noch einmal deutlich zum Ausdruck. Waren bei Gründung der ersten Gemeinschaften die grundsätzliche Realisierung eines Eigenheimbaus sowie ein großer und ertragreicher Siedlergarten vorrangig, so dient der Garten beim Eigenheim heute in erster Linie der Naherholung, dem Rückzug aus dem Alltag, aber auch dem Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Und genau dafür bietet der Gartenfachberater „Hilfe zur Selbsthilfe“, allerdings werden nicht mehr alle gartenfachlichen Dienstleistungen – wie z.B. detaillierte Pflanzpläne – vollkommen kostenlos sein.

Landesverbandsvorstandsmitglied Bruno Schmidt (Walldürn) stellte die Geschäfts- und Wahlordnung vor. Diese wurde ebenso einstimmig zugestimmt wie Versammlungsleiter Wolfgang Lehmpfuhl (Mannheim), Protokollführer Linus Dick (Buchen), Wahlleiter Peter Rupp (Schefflenz) und den Beisitzern der Wahlkommission Manfred Stein (Mannheim) und Klaus Rennert (Sinsheim).


Landesgeschäftsführer Axel Ackermann ging in seinem Bericht auf den an diesem Tag maßgeblichen Bezirk Nord mit seinen 71 Gemeinschaften und aktuell über 9.000 Mitgliedern ein. Er macht auch aufmerksam auf das modifizierte Label des Verbands Wohneigentum als äußeres Zeichen der neuen und erweiterten Zielrichtung. Weiter nannte er mögliche finanzielle Förderungen durch den Siedlungsförderverein Hessen und das Land Baden-Württemberg, wegen derer man 2011 knapp 16.0000 Euro verteilen konnte. Stolz sei man auf das neue Dienstleistungszentrum, aber auch auf die erfolgreichen Teilnahmen an diversen Messen, die spitzenmäßig frequentierte Homepage sowie das umfangreiche Angebot – näher beschrieben unter www.verband-wohneigentum.de bzgl. Gartenberatung, Vorträgen, Informationen, Weiterbildung. Selbst die Aufgabe des Lehrgartens Walldürn habe durch die Übergabe an die Nardini-Schule das soziale Engagement gestärkt.

Die Neuwahlen ergaben folgendes einstimmiges Ergebnis: Stellvertreter des Landesverbandsvorsitzenden Wolfang Lehmpfuhl (Mannheim), Beisitzer Charlotte Günther (Schriesheim), Gisela Hinderberger (Brühl), Lydia Klosowski (Buchen), Günter Gepperth (Waldbrunn), Stellvertreterin für den stv. Landesverbandsvorsitzenden Gisela Hinderberger (Brühl), Ersatzbeisitzer Reinhold Kreckel (Weinheim), Erwin Mittmesser (Mannheim), Peter Sitte (Adelsheim), Werner Mechler (Waldbrunn), Mitglied Schiedsgericht Peter Rupp (Schefflenz), Vertreter für Schiedsgericht Helmut Stöckel (Waldbrunn).

Außerdem wurde Harald Klatschinsky aus Mannheim zur Wiederwahl des Landesvorsitzenden vorgeschlagen, bevor er abschließend der tagesfüllenden Bezirksausschuss-Sitzung zusammen mit Geschäftsführer Axel Ackermann für die anstehenden Termine und Aktivitäten informierte.

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Tänzer der Buchener Breakdance-Gruppe „Infinity“. (Foto: Liane Merkle)

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