NABU Waldbrunn ehrte Aktivposten

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NABU-Vorsitzender Ernst Stephan (re.) ehrte das langjährige Mitglied Herbert Herold. Als Aktivposten habe sich der Jubilar große Verdienste um den Natur- und Umweltschutz auf dem Winterhauch erworben. So seien viele Fest des NABU Waldbrunn ohne ihn nicht denkbar; auch bei Arbeitseinsätzen wie Heckenpflanzaktionen sei Herbert Herold stets einer der aktivsten Helfer, würdigte der Vorsitzenden den Einsatz. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des NABU Waldbrunn konnte der Vorsitzende Ernst Stephan 30 Mitglieder und Gäste begrüßen, bevor er zu seinem Tätigkeitsbericht überging.

Darin ließ Stephan das abwechslungsreiche Jahr 2011 Revue passieren. Neben Vogelstimmenwanderungen im Winter sowie im Frühjahr, einer Hecken- und Obstbaumaktionen war das NABU-Fest in der Oberdielbacher Hütte der Höhepunkt. Zu diesem Fest, das alle zwei Jahre stattfindet, waren nicht nur viele Naturschützer gekommen, mit Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Grüne) und Georg Nelius (SPD) konnten auch Landespolitiker auf dem Winterhauch begrüßt werden. Die Beteiligung an den Waldbrunner Most- und Stutenmilchwochen rundeten die vielfältigen Aktivitäten zum Natur- und Umweltschutz ab.

Darüber hinaus beschäftigten sich die NABU-Mitglieder anlässlich der Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima mit dem Ausbau regenerativer Energien. Insbesondere die Windkraft und die Festlegung sogenannter Vorranggebieten durch die Metropolregion waren in der Diskussion.

Anschließend stellte Kassier Andreas Steck eine positive Entwicklung der Finanzen dar. Die Kassenprüfer Otto Stich und Herbert Herold bescheinigten eine perfekte Kassenführung, weshalb die Versammlung den Vorstand einstimmig entlastete.

Anschließend wurde mit Herbert Herold ein Aktivposten des NABU Waldbrunn für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Neben einer Urkunde überreichte der Vorsitzende einen Fledermausnistkasten.

Schriftführer Michael Wäsch stellte nun die Dohle als Vogel des Jahres 2012 vor. Er berichtete von Vorkommen und Lebensweisen, ging aber auch auf den Ruf des Vogels als Unglücksbote ein. Während die Bestände weltweit nicht gefährdet sind, ist in Baden-Württemberg ein Rückgang der Brutpaare festzustellen.

Es folgte eine  Präsentation zum Thema „Windkraft in Waldbrunn“. Ernst Stephan ging zunächst auf die allgemeine Entwicklung nach der Atomkatastrophe Fukushima ein. In diesem Kontext und der beschlossenen Energiewende will die Metropolregion Rhein-Neckar einen Regionalplan aufstellen und neue Vorranggebiete ausweise.


Auf Waldbrunner Gemarkung kommt nur die Max-Wilhelmshöhe/Markgrafenwald in Frage. Allerdings gebe es im „Augstel“ einen besser geeigneten Platz für mögliche Windkraftanlagen. Dieser sei effizienter, da windreicher und wirke sich weniger stark auf das Landschaftsbild aus. Immerhin müsse man von Windkraftanlagen in Höhe von bis zu 190m Höhe ausgeben. Die visuellen Wirkzonen seien beim Bau im „Augstel“ durch Kuppen und Wälder kaum zu sehen, so Ernst Stephan. Möglicherweise könne man durch die Verschiebung nach Nordosten eine Optimierung erreichen

Vom Ortsrand des Winterhauchdorfs Mülben sei man dadurch sehr viel weiter entfernt, als in den Vorgaben geregelt.

Wenn man Windkraft auch grundsätzlich begrüße, müsse der Bau entsprechender Anlagen trotz Aufbruchstimmung in geordneten Bahnen verlaufen bzw. in solche Bahnen gelenkt werden. Insbesondere naturschutzrechtliche Belange sowie Vogel und Fledermausschutz müssten gewährleistet sein, hob NABU-Vorsitzender Ernst Stephan hervor.

Nachdem noch verschiedene Fragen beantwortet waren und sich eine rege Diskussion anschloss, beendete Ernst Stephan die Jahreshauptversammlung mit einem Ausblick auf die kommenden NABU—Veranstaltungen. So steht bereits am nächsten Mittwoch der monatliche Stammtisch auf dem Programm. Beginn ist bereits um 19.30 Uhr, Gasthas Drei Lilien, Mülben, bevor am Samstag, den 10.03.12, um 14.00 Uhr eine Veranstaltung zum Obstbaumschnitt mit Fachmann Thomas Mayerhöfer stattfindet. Treffpunkt ist in Oberdielbach, Abzweigung Breitfeld.

Weitere Termine und Informationen lassen sich dem an vielen Orten ausliegenden Programm bzw. auf der Internetseite des NABU Waldbrunn ersehen, so der abschließende Hinweis.

Infos im Internet:
www.NABU-Waldbrunn.de

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