Adventon plant und investiert

Osterburken. (pm) Die Entlastung des Vorstandes des Fördervereins von Adventon war Formsache. Dennoch wurde die Entlastung der Kassenführung bei der Jahreshauptversammlung dieser Tage verschoben, weil die Unterlagen dem zweiten Kassenprüfer Michael Pohl nicht rechtzeitig zugingen.

Michael Wolf als 1. Vorsitzender gab einen kurzen Rückblick zum vergangenen Jahr: Da gabe es Erfolgreiches wie den Tag der offenen Tür und die Veranstaltungen und es gab auch Liegengebliebenes wie etwa die Arbeiten an der Pflasterung des Brunnens oder der Bau der Duschen für die Aktiven. Die Zusammenarbeit mit dem polnischen Partnerpark in Wolin stellte sich über die Grenzen hinweg als schwieriger dar, als es EU-Administration und Völkerverständigung gemeinhin glauben machen wollen und die Veränderung in der Vereinsstruktur, der Satzung und der Gebührenordnung zeigen die ersten Folgen. So sank die Mitgliederzahl des Vereines zunächst stark ab, weil die Gebührenordnung vorsah, dass nicht mehr jeder Mitwirkende in Adventon auch Einzelmitglied im Verein sein sollte. Gruppen und Vereine als Mitglieder allerdings sorgten dafür, dass die Mitgliederzahl schnell auf inzwischen über 80 wachsen konnte. Hintergrund ist, dass nun nicht mehr nur die Gruppe, sondern jedes Einzelmitglied der Gruppe und des Vereines Mitglied im Förderverein ist. So wurden auf der letzten JHV auch wieder zahlreiche neue Mitglieder begrüßt.


Dem Vorstand gab man mit auf den Jahresweg, den Bau der Duschen durch den Kauf eines Containers in Angriff zu nehmen und aus den Reihen der neuen wie der alten Mitglieder fanden sich Pflasterer und Gartenbauer, die rund um den Brunnen die Befestigung in 2012 forcieren wollen. Diskutiert wurde auch der Weihnachtsmarkt, der in 2011 kleiner als von einigen Besuchern erwartet ausfiel. Geschäftsleitung des Parks und Vereinsvorstand rechtfertigten sich, dass einerseits im Jahreslauf nie ganz klar war, wann die Bauarbeiten am Neubau des Westflügels wegen des Brandes vom Vorjahr so abgeschlossen sein würden, dass man Ständen für den Vorplatz zusagen könnte. Andererseits sind die Umsatzerwartungen von Profis nun einmal auf einem vier Wochen dauernden Weihnachtsmarkt eher zu befriedigen als mit zwei Wochenenden und so blieben dazu zahlreiche Bewerbungen aus. Dennoch seien nach einem wetterbedingten Rückgang der Besucherzahlen am ersten Wochenende nach dem zweiten Wochenende die Erwartungen weit übertroffen worden und die Umsätze besser, als in den Vorjahren. Auch wolle man eine Alternative sein, zu überkommerzialisierten Weihnachtsmärkten und nicht wirklich eine Konkurrenz.

Das Krippenspiel sei nicht anspruchsvoll genug, war eine Kritik, der die meisten Mitwirkenden damit begegneten, dass sie ja gerade das nicht sein wollten. Wenn man mit Kindern der Schulen und Vorschulen arbeite, die den Rest des Jahres nichts mit “Rollenspiel und Geschichtstheater” zu tun haben, dann muss  Improvisation das Programm sein. Zwei der bisherigen Mitwirkenden zogen aus der Tatsache, dass man auch weiterhin mit Kindern arbeiten wolle die Konsequenz: Sie werden für das kommende Krippenspel nicht mehr zur Verfügung stehen.


Der Tag der offenen Tür wurde zu einem Wochenende der offenen Tür ausgeweitet und soll eine feste Institution werden: Das erste Wochenende der Saison bleibt eintrittsfrei und soll den Besuchern Geschmack auf Adventon machen. Die Siedler, Gruppen, Vereine und Darsteller wollen sich dabei einzeln präsentieren und klar machen, dass Adventon eben nicht nur ein Erlebnis-Museum als Gesellschaft sei. Vielmehr seien Handwerker wie Schmied und Töpferin, Vereine wie die Zugvögel und “households” wie die Eberberger sowie  “living displays” wie die Wikinger und Slawen eben auch Einzeldarsteller. Die Termine des Vereines und des Museums finden sich im Internet.

 

Infos im Internet:

www.siedler-von-adventon.de

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