Bahnhofspatenschaften der Digeno

Neckar-Odenwald-Kreis/Seckach. Die „Bahnhofspatenschaften“ der kreiseigenen Digeno mit der Bahn und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar gehen weiter. Die im Dezember 2010 beschlossene Zusammenarbeit wurde nämlich zur beiderseitigen Zufriedenheit bis Ende 2012 verlängert.

18 Bahnhöfen werden kreisweit von der Dienstleistungsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises – kurz Digeno –  unter dem Stichwort „Bahnhofspatenschaft“ betreut. Eines von mehreren Zielen ist dabei die „Steigerung der Attraktivität der Bahnhofsgelände“.


Tatsächlich ist die Deutsche Bundesbahn AG dafür zuständig, die Bahnhöfe sauber und funktionsfähig zu halten. Starre Dienstpläne und finanzielle Zwänge lassen da aber „Lücken“ entstehen, vor allem nach den Wochenenden. Hier greifen die Bahnhofspatenschaften: Die Leute von der Digeno machen Kontrollfahrten, um Beschädigungen und Vandalismus festzustellen und an die zuständige DB Station&Service AG bei der Bahn zu melden. Darüber hinaus werden zusätzliche Müllsammel- oder Reinigungsaktionen gestartet, auch abseits des eigentlichen Bahnhofsgeländes. Pflanzbeete und –kübel werden nach Absprache mit der zuständigen Gemeinde aufgestellt, bepflanzt und gepflegt.

Tatsächlich haben sich die Arbeiten vor allem an den S-Bahnstationen im Kreis auch als fester Bestandteil des Arbeits- und Sozialtrainings der Digeno etabliert. Denn im Rahmen eines Qualifizierungsangebots werden hier langzeitarbeitslose Jugendliche beschäftigt, die gleichzeitig auch sozialpädagogisch begleitet werden. Verschiedene Module wie Bewerbungstraining, Einzelcoaching, Betriebspraktikas und eben auch praktische Arbeitserfahrung wie auf den Bahnhöfen sollen die Jugendlichen auf den Arbeitsmarkt vorbereiten.


„Die Arbeit dient also nicht nur dem Erscheinungsbild der Bahnhöfe, sondern auch den jungen Leuten, die dadurch Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen erlernen, um irgendwann auf eigenen Füßen stehen zu können“, erklärt der Geschäftsführer der Digeno, Marco Eckl. Und er kann überzeugende Zahlen präsentieren: „ 2011 ist es uns gelungen, von den 126 Teilnehmern, die aus dem Training ausgeschieden sind, 57 in einen Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis zu vermitteln. Das entspricht einer Vermittlungsquote von immerhin 45,2 Prozent. Darauf sind wir richtig stolz, denn ohne unsere Maßnahmen hätten es definitiv sehr viel weniger dieser Jugendlichen irgendwann geschafft, Fuß zu fassen.“

Bahnhofspatenschaften der Digeno

(Foto: LRA)

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