Wahlkreisbesucher zu Gast im Landtag

Landtagsbesuch

Die Besucherdelegation aus dem Wahlkreis mit MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel. (Foto: Hofherr)

Stuttgart. Auf Einladung der grünen Landtagsabgeordneten Charlotte Schneidewind-Hartnagel fuhr heute eine Besuchergruppe aus dem Wahlkreis Sinsheim nach Stuttgart, um sich im Landtag ein eigenes Bild von der Arbeit einer Landespolitikerin zu machen.

Per Bus ging es in Begleitung der Wahlkreismitarbeiterin Marina Hofherr von Eberbach über Neckargemünd, Mauer und Sinsheim per Bus in die Landeshauptstadt.

Dort angekommen ging es zunächst ins Haus der Geschichte, wo ein Teil des Stuttgart 21-Bauzauns konserviert und ausgestellt wird. Dabei gewannen die Besucher einen eigenen Eindruck vom Protest gegen die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Eine völlig neue Art des Widerstands, der nicht zentral gesteuert, sondern von kreativen Bürgern getragen wurde, stieß trotz der verlorenen Volksabstimmung auf große Bewunderung.


Anschließend ging es ins benachbarte Haus der Abgeordneten, wo Friederike Lenz, die Stuttgarter Mitarbeiterin der grünen Abgeordneten, die Gäste aus Rhein-Neckar- und Neckar-Odenwald-Kreis schon erwartete.

Beim Rundgang durch die Räume durften die Gäste auch in ein Zentrum der grün-roten Macht, den Fraktionsraum besichtigen. Dabei erläuterte die Mitarbeiterin, dass man aufgrund des großen Wahlerfolgs vor einem Jahr die Fraktionsräume erst vergrößern musste, um den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Nach dem Mittagessen im Restaurant Plenum ging es im unterirdischen Verbindungsgang in den Landtag Baden-Württemberg, wo der Besuchsdienst sich der Gruppe annahm, um die Funktion sowie die Aufgaben der Parlamentarier sowie der Mitarbeiter zu erläutern.

Spannend wurde es dann auf der Zuschauertribüne hoch über den Abgeordnetenplätzen, wo gerade eine Fragestunde an die Regierung auf dem Programm stand. Anschließend fand die erste Lesung zum neuen Landesplanungsgesetz statt. Für die grünen Besucher genau das richtige Thema, ging es dabei doch um die Wegbereitung neuer Windkraftanlagen im Land. Sei das bisherige Gesetz für die Verhinderung solcher Anlagen verantwortlich gewesen, gebe man die Planungshoheit für Windräder an die Kommunen, sodass vor Ort über den Bau entschieden werden könnte, erläuterte die Staatssekretärin im Verkehrsministerium  Dr. Gisela Splett.


Beim anschließenden Abgeordnetengespräch erzählte MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel von ihren Aufgaben. An Sitzungstagen beginne ein Arbeitstag oft schon morgens um 8:00 Uhr mit Gesprächen im kleinen Kreis wie interfraktionelle Treffen. Anschließend gehe es im Plenum um die Tagesordnung, die eine Woche zuvor festgelegt wurde. Bürgermeisterbesuche aus dem Wahlkreis, die sich unter anderem im zuständigen Ministerium für lokale Straßenbauprojekte einsetzen, folgen zwischen den Abstimmungen. Nach Beendigung der Plenarsitzung kommen noch Ausschusssitzungen, Fraktionstermine oder auch Teilnahme an Rundfunkratssitzungen dazu,  sodass ein Arbeitstag durchaus bis 23.00 Uhr dauern könne. Viele Terminanfragen auch aus dem Wahlkreis ließen sich aufgrund des engen Zeitplans gar nicht unterbringen. Trotz dieses enormen Zeitaufwands sei es  spannend und befriedigend, gestaltend tätig sein  zu können und einen Anteil am Umbau des Landes beizutragen.

Nachdem die Abgeordnete die vielen Fragen ihrer Gäste beantwortet hatte, machten sich die Besucher auf die Heimreise, während Charlotte Schneidewind-Hartnagel zur nächsten Beratung bzw. Abstimmung in den Plenarsaal eilte.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: