Kreis baut Tabellenführung aus

Neckar-Odenwald-Kreis. „Wir sind weiter spitze und wollen es auch bleiben“, erklärt ein zufriedener Landrat nach dem Blick auf die aktuellen Zahlen. Die Rede ist vom Internetportal www.energymap.info (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie), auf dem ein deutschlandweites und regelmäßig aktualisiertes Ranking für den Deckungsgrad beim Gesamtstrombedarf aus Erneuerbaren Energien ermittelt und dargestellt wird. Und hier nimmt der Neckar-Odenwald-Kreis erneut einen Spitzenplatz ein: Mit 36 Prozent Deckungsgrad wurde der Wert vom Oktober 2011 (35 Prozent) weiter gesteigert, der Neckar-Odenwald-Kreis hat seine „Tabellenführung“ gleich zweifach ausgebaut. Zum einen landesweit; der Alb-Donau-Kreis sowie die Landkreise Schwäbisch Hall und Main-Tauber belegen mit je 35 Prozent die zweiten Plätze. Zum anderen aber auch im Regierungsbezirk Karlsruhe. Hier ist der Abstand besonders krass: Pforzheim folgt mit gerade mal 24 Prozent, Freudenstadt landet mit 16 Prozent auf Platz drei.


Schon seit Ende 2008 kann der Neckar-Odenwald-Kreis den Strombedarf der privaten Haushalte zu weit mehr als 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien decken. Der Gesamtstrombedarf ist allerdings erheblich höher. „Dass wir auch hier sehr gut da stehen und nach wie vor einen absoluten Spitzenplatz landesweit einnehmen, freut mich sehr und zeigt, dass die Entwicklung weiter geht“, erklärt Landrat Dr. Achim Brötel, der der Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien schon seit Jahren einen ganz hohen Stellenwert zumisst.

Energymap, eine fachlich anerkannte und seriöse Institution, die aufzeigt, wo und in welchem Maß eben diese Energiewende umgesetzt wird, trägt ständig alle bundesweit öffentlich verfügbaren diesbezüglichen Daten zusammen und ordnet sie den einzelnen Regionen zu. Tatsächlich erschließt sich erst im Vergleich die Bedeutung der für Laien eher abstrakten Werte.


In der „TOP 10“ der Bundesländer liegt Baden-Württemberg mit 11 Prozent Erneuerbare Energien lediglich auf dem 10. Platz. Die nördlichen Länder – neben Spitzenreiter Brandenburg mit 52 Prozent auch Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern – punkten hier mit den besten Werten. In Baden-Württemberg selbst liegt der Regierungsbezirk Tübingen mit 17 Prozent vorne, Karlsruhe kann im Schnitt nur mit zehn Prozent aufwarten. Umso bemerkenswerter ist die Spitzenposition des Neckar-Odenwald-Kreises mit 36 Prozent. „Der Neckar-Odenwald-Kreis ist damit heute schon weiter als es die Landesregierung für 2020 vorgibt. Das zeigt sehr anschaulich, dass wir uns im Ländlichen Raum ganz sicher nicht verstecken müssen. Im Gegenteil: In dieser Hinsicht sind wir sogar wichtiger Motor einer nachhaltigen Entwicklung für das ganze Land, “ betont Landrat Dr. Achim Brötel.

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