Ehrung und Abschied im Landratsamt

Mosbach. (lra) Künftige Ruheständler prägten die aktuelle Feierstunde im Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises. Sieben verdiente Mitarbeiter hatte Landrat Dr. Achim Brötel aus dem aktiven Erwerbsleben zu verabschieden und nur einer Kollegin konnte er zum 25-jährigen Dienstjubiläum gratulieren. Was der freundlichen, gelösten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Denn im Mittelpunkt stand die Arbeitsleistung der künftigen Ruheständler – und für die dankte der Landrat mit herzlichen Worten. „Dass das Landratsamt in der Öffentlichkeit gut da steht, ist nicht den Grußworten des Landrates geschuldet, sondern ihrer täglichen, bürgerfreundlichen Arbeit“, erklärte er. Viel habe sich verändert in den letzten Jahren und Jahrzehnten: „Wir sind heute zusammen mit den Neckar-Odenwald-Kliniken einer der größten Arbeitgeber im Kreis und auch ein sehr großer Ausbildungsbetrieb mit einer ganz breiten Palette an Aufgaben und entsprechenden Berufen. Diese Veränderungen haben sie alle mitgetragen und das Landratsamt zu dem gemacht, was es heute ist.“


An seinem tatsächlich letzten Arbeitstag nahm Alois Albert aus Buchen die erste Urkunde und ein Abschiedspräsent entgegen. Der Flurneuordnung und Landentwicklung in Buchen hat er zeitlebens die Treue gehalten. Nach einer 1964 begonnenen Lehre zum Vermessungstechniker arbeitete er auch über die Kreisgrenzen hinaus an vielen Flurneuordnungsverfahren mit. Die Aufgaben des früheren Flurbereinigungsamtes hätten sich, so Dr. Brötel, unglaublich gewandelt, seien aber wichtiger denn je: „Tatsächlich bräuchten wir eher mehr als weniger Flurneuordnung und Landentwicklung, um die Städte und Gemeinden voran zu bringen und mit Leben zu erfüllen.“ Diese Einschätzung brachte er auch Gregor Geier aus Buchen gegenüber zum Ausdruck: Geier hat 1965 die Lehre zum Vermessungstechniker angetreten, war ebenfalls über die heutigen Kreisgrenzen hinaus in etlichen Verfahren tätig und hat sich besonders um den ländlichen Wegebau gekümmert.

Josef Blatz aus Buchen-Hollerbach dagegen war nicht sein Leben lang beim Fachdienst Vermessung beschäftigt. Der gelernte Landwirt war lange Jahre als Montage- und Waldarbeiter tätig, bevor er 2000 eine Anstellung als Fahrer und Messgehilfe fand. Nach zwölf Jahren Tätigkeit im Öffentlichen Dienst tritt er nun die Freizeitphase der Altersteilzeit an. In die verabschiedete sich auch Berthold Künzig aus Walldürn. Der Landrat bescheinigte dem gelernten Elektriker, der nach Jahren in der freien Wirtschaft 1979 seinen Dienst als Hausmeister in der Frankenlandschule Walldürn angetreten hat, dass „Hausmeister und Schulsekretärinnen oft zu den „guten Seelen“ in einer Schule“ würden: „Sie sind immer mitverantwortlich für das gute Erscheinungsbild der Einrichtung.“


Ein ganz anderes Arbeitsgebiet hatte Dr. Wolfgang Prinke aus Billigheim-Sulzbach: Als amtlicher Tierarzt war er ab1995 zusätzlich für die Fleischuntersuchungen und Hygieneüberwachung im Beschaubezirk 10 – Mosbach, Billigheim und Elztal – zuständig. Ein weiteres gutes Beispiel für die Vielseitigkeit der Arbeitsbereiche ist Theo Scheuermann aus Hettingen. Der gelernte Bauzeichner arbeitete von 1981 an als Bautechniker beim Landratsamt, bevor er 1997 zur AWN in den Technischen Bereich abgeordnet wurde. Nun erfolgte der Eintritt in die Rente. Der letzte künftige Ruheständler war Herbert Schwarz aus Bad Rappenau. Der technische Angestellte in der Gewerbeaufsicht ist von Haus aus Elektromeister und wechselte nach Jahren in der freien Wirtschaft 1979 zum Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt in Heilbronn, von wo er dank der Verwaltungsreform 2005 zum Neckar-Odenwald-Kreis gekommen ist.

Fast wie ein „Küken“ nahm sich dagegen Sylvia Pittner aus Mudau-Steinbach aus. Die Sachbearbeiterin im Jobcenter Buchen durfte die Glückwünsche zum 25-jährigen Dienstjubiläum entgegen nehmen und den tröstlichen Hinweis: „Sie dürfen noch bleiben.“

Den guten Wünschen des Landrats vor allem nach Gesundheit schloss sich Personalratsvorsitzender Wilfried Weisbrod in Gedichtform im Namen aller Kolleginnen und Kollegen an.

Ehrung und Abschied im LRA

(Foto: LRA)

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