MdL Hauk besucht Gemeinde Hüffenhardt

Dorfentwicklung zum Thema

(Foto: privat)

Hüffenhardt. (pm) Um sich über die aktuelle Entwicklung der Gemeinde zu informieren, besuchte der Neckar-Odenwälder Abgeordnete und Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk MdL, Hüffenhardt. Bürgermeister Walter Neff begrüßte Hauk im über 450 Jahre alten Rathaus, das im Jahr 2010 auch mit Hilfe von Landesmitteln generalsaniert wurde, zu einem Gespräch.

Dem aktuellen Bürgerentscheid zum Neubau der Evangelischen Tageseinrichtung für Kinder am Standort der Grundschule galt die erste Aufmerksamkeit. Neff machte deutlich, dass man von Seiten der Gemeinde bestrebt war, diese wichtige Entscheidung die Bürgerschaft treffen zu lassen, um so die bestmögliche Akzeptanz für das Vorhaben zu erreichen. „Im Vorfeld der Entscheidung haben wir daher auch immer auf eine Ausgewogenheit der Argumentationen geachtet“, sagte Neff.+


Besonders interessierte sich Hauk auch für die Entwicklung des vor einem Jahr in Hüffenhardt eingerichteten „Bildungshauses 3-10“, das Kindergarten und Grundschule über eine enge Kooperation zu einem pädagogischen Verbund entwickelt. „Das Angebot wird von allen Beteiligten, also Eltern, Kindern, Erziehern und Lehrkräften sehr gut angenommen“, bestätigte Neff. In diesem Zusammenhang erkundigte sich Hauk nach Kindergarten, Grundschule und weiterführenden Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler in Hüffenhardt. „Die Kinderzahlen sind in Hüffenhardt noch einigermaßen stabil. Im Kindergarten haben wir eine Kleinkindgruppe mit 10 Plätzen eingerichtet, deren Nachfrage nach kleinen Startschwierigkeiten inzwischen sehr hoch ist“, freute sich Neff. Auch die Grundschule könne noch weiterhin in der Gemeinde betrieben werden. „Das ist auch für unsere Gemeinde oberstes Gebot, dass wir diese Schule so lange wie möglich erhalten, um den Kindern gerade in dem jungen Alter eine wohnortnahe Grundschule anbieten zu können“, betonte der Bürgermeister. Die weiterführenden Schulen würden dann überwiegend in Obrigheim (Werkrealschule sowie Realschule), Haßmersheim (Friedrich-Heuß-Schule) und in Neckarelz (Auguste-Pattberg-Gymnasium) besucht werden.

Auf die Entwicklung der Einwohnerzahlen angesprochen entgegnete Neff, dass zwar auch in Hüffenhardt ein leichter Rückgang auf heute rund 2.050 Einwohner zu verzeichnen sei, dieser jedoch weitaus moderater verlaufe als der durchschnittliche Rückgang im ländlichen Raum. Dabei profitiere man in Hüffenhardt vor allem auch durch die räumliche Nähe zum Oberzentrum Heilbronn-Franken sowie auch durch den größten Arbeitgeber am Ort Mann & Schröder, der nun sogar plane, weiter in Hüffenhardt zu expandieren.

Gerade hier erhoffe man sich auch weiterhin Unterstützung von der Landespolitik, „um die Menschen mit attraktiven Lebens- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum halten zu können und so einer Entvölkerung zu entgegnen“, so Neff. Konkret denke er dabei etwa auch an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der im Hinblick auf den S-Bahn-Anschluss in Aglasterhausen oder den baldigen Anschluss Haßmersheims an die Stadtbahn Heilbronn weiter ausgebaut werden müsse. Vor allem für Pendlerinnen und Pendler könnten so bessere Möglichkeiten entstehen, per Bus und Bahn an den Arbeitsplatz nach Neckarsulm, Heilbronn, Heidelberg oder Mannheim zu gelangen.


Nach einem kurzen Fußmarsch vom Rathaus an das Kreisaltersheim erläuterte der dortige Heimleiter Knut Bender auch die derzeitige Entwicklung der Einrichtung, die laut Neff einen sehr hohen Stellenwert in der Gemeinde einnehme: „Die Verzahnung des Kreisaltersheims mit den Vereinen und den Menschen in der Gemeinde ist sehr eng und die Bewohnerinnen und Bewohner werden so in das Gemeindeleben eingebunden. Das ist eine Bereicherung für beide Seiten.“ Auch die wirtschaftliche Komponente wurde besprochen. „Nach dem hohen Defizit aus dem Jahr 2009 mit über 800.000 Euro sind wir nun auf einem sehr guten Weg. Die Maßnahmen, die eingeleitet wurden, greifen und so haben wir seither über 500.000 Euro Defizit abgebaut und das realistische mittelfristige Ziel bleibt weiterhin die schwarze Null“, berichtete Bender. Die Auslastung des Hauses sei mit derzeit 128 Bewohnern wieder bei 96 Prozent angelangt. Bender wies zudem darauf hin, dass das Kreisaltersheim mit 48 Vollzeitstellen auch in seiner Funktion als Arbeitgeber wichtige Aufgaben leiste. Neun bis zehn junge Menschen bilde man vor Ort im Pflegebereich aus. „Aber auch für uns wird es immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden“, mahnte Bender.

Hauk bedankte sich abschließend bei den Gesprächspartnern für die vielfältigen Eindrücke und sagte zu, sich auch weiterhin für den ländlichen Raum und seine besonderen Bedingungen und Erfordernisse einzusetzen.

 

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