Schulstandort Mudau dauerhaft erhalten

Die Schule in Steinbach.

Mudau. Unter dem Motto ,,Nachteile vermeiden – Chancen nutzen“ wollten die Schulleitungen der Grundschule Schloßau und der Grund- und Hauptschule in Mudau mögliche Veränderungen der Schulbezirke in der Gemeinde Mudau darstellen, mit dem Ziel, den Schulstandort Mudau dauerhaft zu erhalten.

Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger resümierte für die überaus zahlreich erschienenen interessierten Bürger die jüngste Historie, warum man sich mit dem Thema beschäftige und wie sich die Entwicklung der beiden Schulen gestalten könne bei den weiter sinkenden Geburtenzahlen. Es sei noch nichts entschieden, weil man der Meinung sei, dass für dieses Thema eine separate Klausurtagung notwendig sei. Wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mitgeteilt wurde, werden die Grundschüler in Mudau und Schloßau derzeit jeweils in Klassen mit sehr unterschiedlichen Klassenstärken unterrichtet. Momentan seien es in Mudau 28 Schüler und in Schloßau 18 in der 1. Klasse. Im nächsten Jahr prognostiziert man ein Verhältnis von 28 in Mudau und noch 14 in Schloßau.


Das Thema sei zu wichtig für die Gemeinde, die Schulen mit ihren Schülern, Lehrern und Eltern, aber auch für die Kindergärten, um eine Entscheidung unnötig zu forcieren. Man sei offen für alles und wolle alle Beteiligten in die Entscheidung einschließen, doch derzeit sei so dringender Handlungsbedarf nicht notwendig.

Andreas Schölch meinte wie Hans Slama, dass man einen Schnellschuss nicht hätte mittragen können. Damit schloss der Bürgermeister den TOP, dessen weitere Diskussion im Rahmen der Öffentlichkeit voraussichtlich im Mai fortgesetzt wird.

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat auch, dass für die Gewährleistung der Standsicherheit der Muchbachverdolung Handlungsbedarf besteht und beauftragte die Gemeindeverwaltung damit, das bereits mit den Voruntersuchungen befasste Ing.-Büro Sack aus Adelsheim mit der Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes zu betrauen. Wie Oswald Gehringer von diesem Büro mitteilte, wurde mittels der TV-Kamera die ca. 120 Meter lange Mudbachverdolung vom Verdolungseinlauf beim Parkplatz der Volksbank Franken bis zum Verdolungsauslauf in der Wallstraße beim Parkplatz der Metzgerei Hauk untersucht. Dabei wurden erhebliche Schäden im Untergrund festgestellt.

Weiter wurde die Verwaltung ermächtigt, erforderliche Arbeiten an der Steinbacher Schule auszuschreiben und Eigenleistungen entsprechend zu koordinieren. Im Zuge der Haushaltsanmeldungen wurde vom Ortschaftsrat Steinbach der Austausch der maroden Eingangstüren des Gymnastikraumes und der Ortsverwaltung gefordert. Auch aufgrund energetischer Verbesserungen soll nun auf Vorschlag von Architektin Wolfram der Hauptzugang zum Gymnastikraum  über den Zugang der Ortsverwaltung erfolgen. Gleichzeitig soll der bestehende Raum der Ortsverwaltung aufgelöst und dem Gymnastikraum zugeschlagen werden.

Christoph Müller erläuterte die Maßnahme, für die die Steinbacher umfangreiche Eigenleistungen zugesagt haben, ebenso wie die folgende. Hier gab der Gemeinderat seine Zustimmung zur Verlegung des Bolzplatzes und Nutzung des Gemeindegrundstückes als Kinderspielplatz und Bolzplatz in Mörschenhardt. Beide Anlagen werden als öffentliche Spielstätten gewidmet und neu angelegt. Die Geländemodellierung übernimmt die Firma Leonhard Weiss als „Bonbon“. Im Zuge der Ausbauarbeiten in der Ernsttaler Straße musste auch der bestehende Kinderspielplatz demontiert werden. Nach dem Willen des Ortschaftsrates sollen nun der Kinderspielplatz und der Bolzplatz zusammengeführt werden. Die anfallenden Arbeitsleistungen werden durch die Dorfgemeinschaft Mörschenhardt/Ernsttal unter der Federführung von Ortsvorsteher Wendelin Schäfer erbracht, die Finanzierung kann schrittweise erfolgen, außerdem können bisher genutzte Spielgeräte teilweise weiter genutzt werden.


Im Abschlusspunkt wurde zum einen bekannt gegeben, dass sich die Hallennutzer besser an die Regeln halten sollten, denn Beschwerden bei der letzten Nutzung hätten Überhand genommen. Zum zweiten verlas Bürgermeisterstellvertreter Siegfried Buchelt den Wahlprüfbescheid, der keine Beanstandungen ergeben hat. Das Verfahren wurde eingestellt und die Verpflichtung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger kann am Montag, 16.04. um 19.30 im Bürgersaal des Rathauses stattfinden.

Schule Schlossau

Die Schule in Schloßau. (Foto: Liane Merkle)

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