Seckachtal weist Windkraftflächen aus

17465 226von Liane Merkle

Der bisherige Windpark Großeicholzheim.

Seckach/Adelsheim. Um die ,,Lufthoheit“ über die vom Land Baden-Württemberg forcierte vermehrte Aufstellung von Windkraftanlagen, zumindest auf den eigenen Gemarkungen, zu behalten, befasste sich nun auch der Gemeindeverwaltungsverband –Seckachtal- mit diesem Thema. So wurde im öffentlichen Teil der Sitzung im Wasserschloss von Großeicholzheim unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden Klaus Gramlich, Bürgermeister der Stadt Adelsheim, beschlossen, den Flächennutzungsplan für die Gemarkungen von Adelsheim und Seckach durch Aufstellung eines Flächennutzungsplanes zur Ausweisung von Vorrangflächen (Konzentrationszonen) für Windenergieanlagen fort zu schreiben.


Zuvor hatten sich die Gemeinderatsgremien von Adelsheim und Seckach ebenfalls für eine Fortschreibung ausgesprochen. Die Kosten für eine Fortschreibung des Flächennutzungsplanes übernimmt der Gemeindeverwaltungsverband. Grundlage dieses Beschlusses ist die Tatsache, dass künftig mehr Windkraftanlagen in diesen Gebieten aufgestellt werden sollen oder deren Aufstellung möglich ist, die Gemeinden aber grundsätzlich bei der Standortbewertung das ,,letzte Wort“ haben möchten. Damit will man auch einer Ausuferung dieser Anlagen entgegenwirken, um auch dem Begriff des Landschaftsbildes gerecht werden zu können.

Für die Windpotenzialermittlung und die Fortschreibung des Flächennutzungsplans sowie für die Erstellung des Umweltbereichs bzw. zur Erarbeitung der artenschutzrechtlichen Prüfung muss dann noch ein entsprechendes Ingenieurbüro beauftragt werden, was man aber zeitlich nicht überstürzen muss.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellten die Mitglieder des Gemeindeverwaltungsverbandes die Jahresrechnung für das vergangene und laufende Haushaltsjahr fest. Dabei schloss das Rechnungsjahr 2011 nach Aussage von André Kordmann mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 139.050 Euro, wobei die Verbandsumlage 6.300 Euro betrug. Auf die Inanspruchnahme von Kassenkrediten konnte verzichtet werden womit der Kassenbestand 12.012 Euro betrug und die allgemeine Rücklage weiter unverändert bei 18.307 Euro blieb.


Einmütig zugestimmt wurde auch dem Haushalt des Gemeindeverwaltungsverbandes für das bereits laufende Haushaltsjahr. Hierbei beträgt der Haushaltsplan Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 168.100 Euro komplett im Verwaltungshaushalt. Der Höchstbetrag der Kassenkredite wurde auf 25.000 Euro festgesetzt und die Verbandsumlage beträgt vorläufig 38.800 Euro, wobei als größte Position die Zuweisungen vom Land für die Gemeindeverbindungsstraßenunterhaltung in Höhe von 126.600 Euro auffallen.

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