Dankbares „Tirili“ zum Abschied

Empfehlung der Tierschützer – „Situation genau beobachten, dann helfen“

von Viktor Wiese

Aufgepäppelt von Buchener Tierschützern.

Buchen/Leibenstadt. Zahlreiche Anrufe von besorgten Tierfreunden gehen derzeit beim Tierschutzverein Buchen und Umgebung e.V. ein, haben sie doch im Garten oder beim Spaziergang scheinbar hilflose Jungvögel gefunden und befürchten, dass es sich hierbei um Vögel handelt, die aus dem Nest gefallen sind und daher Hilfe benötigen.

In den meisten Fällen ist eine menschliche Soforthilfe aber gar nicht nötig, denn die Jungvögel haben lediglich bereits das Nest verlassen, um  dem Weg in die Selbständigkeit anzutreten.  Das lautstarke Piepsen ist daher in den meisten Fällen kein Hilferuf, sondern dient vielmehr der Kontaktaufnahme zu den Vogeleltern, die ihre Nestflüchter außerhalb des Nests versorgen.


Nur in Ausnahmefällen ist der Mensch gefordert. Und zwar können die flugunfähigen aber schon mit Federn bedeckten Jungvögel, die auf dem Boden herumspringen,  bei Bedarf an einen sicheren Ort in der Nähe gebracht werden z.B. in ein geschützten Gebüsch oder eine Hecke. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass Jungvögel in direkter Nähe zum Fundort bleiben, damit die Jungvögel nach dem Umsetzen von Elterntieren versorgt werden können. Sollte aber beobachtet werden, dass nach einer Stunde immer noch kein Elternteil zum Füttern aufgetaucht ist, und der Jungvogel tatsächlich menschliche Hilfe benötigt, kann man sich an den Tierschutzverein Buchen und Umgebung, in Person des 2. Vorsitzenden Viktor Wiese, Tel.: 0160-92485096, wenden.

Die Fachleute des Tierschutzvereins Buchen und Umgebung haben in diesem Tagen einiges zu tun. Hier nur ein Beispiel: In einem Baukran in Leibenstadt hatten Kohlmeisen ein Nest gebaut. Der Bautrupp wollte den Kran abmontieren und wusste nicht so recht wohin mit den jungen Kohlmeisen, die erbärmlich schrieen, weil sie zwischenzeitlich auch von ihren Eltern verlassen worden waren. Der Tod durch Verhungern drohte, da musste der Tierschutzverein Buchen tätig werden und Soforthilfe leisten.


Der Tierschutzverein brachte die jungen Tiere nach Hettingen, wo Familie Wiese sich liebevoll um die jungen Piepmätze kümmerte, die Erfahrung von der Igelpflegestelle kam da zugute. Mit Insekten und Maden, gefüttert mit der Pinzette,  päppelten die engagierten Tierschützer die sechs jungen Kohlmeisen auf. Nicht zuletzt dank ihrer Leibspeise, rote Mückenlarven, erholten sich die Patienten schnell und wuchsen innerhalb von zehn Tagen intensiver Pflege zu stattlichen Vögeln heran.  Ende letzter Woche flogen die gefiederten Freunde dann gut erholt aus, um ihren Platz in der Natur zu finden – mit einem dankbaren Tirili verabschiedeten sie sich von der Familie Wiese und dem Tierschutzverein Buchen und Umgebung e.V..

500 Kohlmeise

Junge Kohlmeisen werden von Tierschützern gefüttert. (Fotos: Viktor Wiese/ Tierschutzverein Buchen)

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