Präventionsaktion für „junge Fahrer“

„Wie kommst du nach Hause“

Mosbach. „Junge Fahrer“ will das Polizeirevier Mosbach mit einer am 08.07.12 im Rahmen der Kultur- und Sportschau (KuSS) in Mosbach startenden Aktion zum Nachdenken animieren und für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren. Gerade die Altersgruppe der „jungen Fahrer“ (18 bis 24 Jahre) ist häufig an schweren Unfällen beteiligt.

Im Jahr 2011 waren im Landkreis bei 141 Unfällen mit schwerwiegenden Folgen „junge Fahrer“ beteiligt, was einem Anteil von 37,7 Prozent entspricht. Allerdings beträgt deren Bevölkerungsanteil lediglich ca. 8,5 Prozent. 104 der 141 schweren Unfälle wurden durch diese Altersgruppe verursacht. Fünf „junge Fahrer“ verloren im Jahr 2011 ihr Leben.


Mit dem Ausstellungstitel „Wie kommst Du nach Hause?“ und den verschiedenen zur Wahl stehenden Fahrzeugen – Taxi, Streifenwagen der Polizei, Rettungswagen des DRK, Unfall-Pkw und Leichenwagen – sowie einem Info-Stand im Bereich des Käfertörles sollen junge Autofahrer zum Start des Mosbacher Sommers auf das Gefahrenpotential und die jetzt startende Aktion aufmerksam gemacht werden.

Ergänzend hierzu wird auch auf die Problematik „Alkohol im Straßenverkehr“ hingewiesen. Dabei haben die Besucher die Möglichkeit aktiv zu werden und mit einer aufgesetzten Rauschbrille einen abgesteckten Parcours zu bewältigen.

In der Folge werden an den weiterführenden Schulen in Mosbach Veranstaltungen stattfinden, bei denen neben einem Film zu diesem Thema ein polizeilicher Unfallsachbearbeiter, ein Notarzt und ein Mitglied des Notfallseelsorgeteams berichten und für Fragen der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen. Als direktes Anschauungsobjekt wird auch an den Schulen ein Unfall-Pkw ausgestellt werden.

„Mit dieser Art der Konfrontation mit den Unfallrisiken und deren Folgen hoffen wir, einen entsprechenden Eindruck bei unserer Zielgruppe „junge Fahrer“ zu hinterlassen um sie zu einem Nachdenken und einer bewussten Fahrweise anzuregen,“ so der Leiter des Polizeireviers Mosbach, Richard Zorn. Die Präventionsmaßnahmen an den Schulen aber auch die Auftaktveranstaltung im Rahmen der KUSS wird vom DRK-Kreisverband unterstützt.


Zorn dankt den Sponsoren und Kooperationspartnern dieser Präventionsaktion, dem Förderverein Sicherer Neckar-Odenwald-Kreis e.V., der Verkehrswacht Mosbach, der Aktion Gib Acht im Verkehr, ohne die solche Maßanhmen nicht möglich wären. Besondere Anerkennung verdient der Service Club Round Table aus Mosbach, welcher die Bereitstellung des Unfallfahrzeugs gemeinsam mit der Dekra organisierte und finanzierte.

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1 Kommentar

  1. Bevor man Geld in solch eine Aktion pumpt sollte man zur Vermeidung von Alkoholfahrten beispielsweise einen Nachtbus am Wochenende für jede Linie einrichten. Die Kosten dafür halten sich in Grenzen und könnten sich in Anbetracht der aus Unfällen resultierenden Heil- und Pflegekosten schnell ammortisieren. Die S-Bahn Rhein-Neckar geht mit gutem Beispiel voran: Der Wochenend- Nachtzug von Heidelberg nach Mosbach um 2:00 ist immer voll besetzt.

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