Metropolregion wirbt in Spanien um Fachkräfte

Erfolgreiche Premiere in Barcelona – Großes Interesse an Veranstaltung im Goethe-Institut – Langfristige Kooperation angestrebt – Regionale Partner setzen gemeinsames Konzept um

500 MRN Fachkraefte Barcelona Teilnehmer Runder Tisch

Die Teilnehmer am Runden Tisch. (Foto: pm)

Metropolregion/Barcelona. (pm) Den Unternehmen in der Region werden bereits im kommenden Jahr etwa 35.000 Fachkräfte fehlen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzt die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) künftig auf die enge Zusammenarbeit mit Partnern in Spanien.

Erstmals fand am vergangenen Wochenende (29./30.6.) im Goethe-Institut Barcelona auf gemeinsame Initiative der BioRN Cluster Management GmbH, der Bundesagentur für Arbeit, des Goethe-Instituts Mannheim-Heidelberg und der MRN GmbH eine Veranstaltung statt, bei der sich rund 100 ausgewählte Fachkräfte von den Stärken der Region überzeugen und in direkten Kontakt mit sechs attraktiven Arbeitgebern treten konnten.


BASF SE, Roche Diagnostics und SAP AG sowie den mittelständischen Betrieben HIMA Paul Hildebrandt GmbH + Co KG, Cooper Crouse-Hinds GmbH und Limbach Gruppe SE – beide auch vertreten durch die Personalberatung Management Focus. Im Vorfeld hatten sich über 400 Ingenieure, IT-Spezialisten und Mediziner beworben.

„In Spanien finden in Folge der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise viele gut ausgebildete Menschen keine Anstellung. Das Interesse der Fachkräfte an den Beschäftigungsmöglichkeiten in unserer ‚Región Metropolitana Rin-Neckar’ war daher enorm. Insgesamt haben die beteiligten Unternehmen über 50 aussichtsreiche Bewerbungsgespräche geführt“, so Norbert Czerwinski, Leiter Human Resources Development der BioRN Cluster Management GmbH und Treiber der regionalen Initiative.

Beidseitiges Interesse an langfristiger Kooperation

Äußerst zufrieden mit dem Verlauf zeigte sich auch Wolf-Rainer Lowack, Geschäftsführer der MRN GmbH: „Mit dieser ersten Präsenz in Spanien haben wir den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit gelegt“.

Den Auftakt zur zweitägigen Veranstaltung bildete ein „Runder Tisch“. Dabei stellten die beteiligten Unternehmen gemeinsam mit dem Goethe-Institut, der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Handelskammer für Spanien das Projekt einer hochrangigen spanischen Delegation mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vor.


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Bei einer Präsentation der Metropolregion Rhein-Neckar am Freitagabend bestand die Möglichkeit zum informellen Austausch zwischen Unternehmen und Bewerbern. Am Samstag folgten erste vielversprechende Vorstellungsgespräche. „Als eine Allianz von starken Partnern haben wir in Spanien ei-ne sehr gute Visitenkarte der Metropolregion Rhein-Neckar abgegeben. Dieser Erfolg zeigt einmal mehr, dass es sich lohnt, Kräfte zu bündeln“, so Lowack.

Goethe-Institute und Arbeitsagentur als strategische Partner

Sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Durchführung der Veranstaltung konnten die Beteiligten auf das umfangreiche Know-how der Goethe-Institute Mannheim-Heidelberg und Barcelona bauen. „Die Goethe-Institute bringen sich seit vielen Jahren mit ihrer Kompetenz bei der Vermittlung von deutscher Kultur und Sprache in den Ausbau des deutsch-spanischen Netzwerks ein. Damit leisten sie sowohl vor Ort in Spanien als auch später nach der Ankunft der jungen Menschen in Deutschland einen wichtigen Beitrag zu deren Integration“, so Krista Lackhoff vom Goethe-Institut Mannheim-Heidelberg.

Ebenso aktiv im regionalen Spanien-Netzwerk ist die Bundesagentur für Arbeit, die mit ihren Regionaldirektionen und der „Zentralen Auslands- und Fachvermittlung“ (ZAV) über hervorragende Kontakte zu Kammern, Verbänden und Unternehmen verfügt. Teil des Netzwerks ist zudem der spanische Kulturverein Mannheim.


Veranstaltung in Spanien Teil eines breite Maßnahmenpakets

Die Gewinnung von qualifizierten Fachkräften im Ausland ist Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem die MRN zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels beiträgt. Zweiter wichtiger Baustein ist die Förderung des hiesigen Arbeitsmarktes, etwa durch Qualifizierung von Jugendlichen für das Berufsleben oder die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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