»Golddorf« Zimmern holt bald wieder Titel

von Liane Merkle


Unser Bild zeigt von links: Barbara Schmitt, Bruno Kuk, Josef Ackermann, Thomas Ludwig, Reiner Müller, Bernd Stuck (IFK), Mehmet Demirbas. (Foto: Liane Merkle)

Zimmern. „Rund drei Jahrzehnte nach der ersten Hochphase der Dorfentwicklung geben wir heute den Startschuss für zwei Vorhaben, denen für die Zukunft des alten Ortskerns von Zimmern sehr große Bedeutung zukommt Begrüßung“, so Bürgermeister Thomas Ludwig im Rahmen des ersten Spatenstichs für die (Entwicklung Ländlicher Raum) ELR-Maßnahme der Neugestaltung eines Dorfplatzes in Zimmern und Abbruch der ehemaligen Bäckerei Frank mit Platzgestaltung im Beisein zahlreicher Bürger sowie Ortsvorsteher Josef Ackermann, Ortschafts- und Gemeinderäten, Bernd Stuck, Jürgen Glaser und Bruno Kuk als Vertreter des Büros IFK-Ingenieure aus Mosbach sowie Mehmet Demirbas (Haßmersheim) und Reiner Müller (Großeicholzheim) für die am Bau beteiligten Firmen.


Wie der Bürgermeister weiter erläuterte, kämpfe man heute nicht mehr krampfhaft um den Erhalt eines jeden einzelnen Gebäudes, sondern lasse durch den bewussten Abbruch nicht mehr erhaltenswerter Wohn- und Nebengebäude zum einen „Licht und Luft“ in den Ort, und könne zum zweiten die Grundstücke für die verbliebenen Gebäude neu zuschneiden. Begleitend zu diesen „Aufräumarbeiten“, die gem. Entwicklungskonzept der IFK-Ingenieure für deutlich attraktivere Wohnverhältnisse in diesem Seckacher Ortsteil sorgen, wird auch der Dorfmittelpunkt an der Dekan-Blatz-Str. 1 um den stehen gebliebenen Gewölbekeller neu gestaltet, um den alten Ortskern zu stärken.
In diesem Zusammenhang dankte Ludwig den Familien Link und Frank, die ihre Anwesen für diese kommunalen Wohnumfeldmaßnahmen veräußerten und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass man bezüglich des inneren Quartiers von Dekan-Blatz-Straße, Brückenstraße und Banngasse auf ebenso einsichtige Grundstückseigentümer treffen werde.

„463.500 Euro nehmen wir für die Neugestaltung eines Dorfplatzes hier am Zimmerner Latschari und für den Abbruch der ehemaligen Bäckerei Frank mit Platzgestaltung in die Hand“, wenn dieser stolze Betrag auch dankenswerterweise durch die bereits bewilligten Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und aus dem Gemeindeausgleichstock mit der beachtlichen Förderquote von 68 % finanzierbar werde.

Realisierbar wird das Projekt weiter durch die schriftliche Zusage von rd. 30 Bürgerinnen und Bürgern zum Erbringen von beachtlichen Eigenleistungen. Ein Bonus, der neben Bürgermeister Ludwig vor allem Dorfplaner Bruno Kuk (IFK-Ingenieure) mit Hochachtung erfüllte. Er dankte der Gemeindeverwaltung, namentlich dem Bürgermeister und Barbara Schmitt vom Bauamt sowie Ortsvorsteher Josef Ackermann für deren unermüdlichen Einsatz beim Überwinden vieler bürokratischer und grundstückstechnischer Hindernisse sowie dem Zimmerner Arbeitskreis für die vielen Anregungen und die praktische Unterstützung sowie den Bau ausführenden Firmen, die allesamt dazu beitragen dass das ehemalige „Golddorf“ Zimmern im ELR-Wettbewerb diesen Titel bald wieder für sich beanspruchen könne.


„Die konkreten Ausführungspläne stehen, die Materialien sind festgelegt. Möge das Werk gelingen!“ Gutes handwerkliches Gelingen, faires partnerschaftliches Miteinander bei unfallfreiem Arbeiten wünschte neben den IFK-Ingenieuren auch Ortsvorsteher Josef Ackermann, dem der Kommunikationsplatz für „seine Zimmerner“ unterhalb der örtlichen Kirche besonders am Herzen liegt, und der sich außerordentlich dankbar zeigte ob der Tatsache, dass diese Maßnahme von allen Beteiligten so kooperativ getragen werde, lud abschließend alle Anwesenden zu einer kleinen Feier ins örtliche Sportheim ein.

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