Kreisseniorenrat tagte in Zwingenberg

Resolution zum Erhalt des Kurpfalz-Radios von SWR 4

500 KSR in Zwingenberg

Unser Bild zeigt den Vorstand des Kreisseniorenrats Neckar-Odenwald-Kreis mit Bürgermeister Peter Kirchlich (re.), der die Seniorenpolitik der Gemeinde Zwingenberg vorstellte. (Foto: privat)

Zwingenberg. (bw) Die letzte Vorstandssitzung des Kreisseniorenrates des Neckar-Odenwald-Kreises (KSR) fand im Rathaus von Zwingenberg statt. Der Vorsitzende, Maximilian Bayer, stellte die Mitglieder des KSR vor und berichtete über die Ziele und Arbeit. Aufmerksame Zuhörer fand er in Bürgermeister Peter Kirchesch und Aktiven der Seniorenarbeit in der Gemeinde, dem Ehepaar Solf, das sich bereits über Jahrzehnte ihrer fordernden ehrenamtlichen Arbeit zum Wohle der Senioren von Zwingenberg widmet.


Bayer informierte am Beispiel einiger Vorhaben des KSR über Schwerpunkte der Arbeit der Mitglieder, zum Beispiel über das Angebot neutraler und unabhängiger Erstberatung sowie über die vielfältigen Projekte und Einzelmaßnahmen im Jahresablauf. Dabei ging es nicht nur um abgeschlossene Aktionen im Gesamtkreis des Neckar-Odenwald-Kreises, denn der Hinweis auf den bevorstehenden Kreisseniorentag in Dallau am 25. September sowie die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen am gleichen Tage durfte natürlich nicht fehlen.

Bürgermeister Kirchesch berichtete über die Seniorenpolitik in der Gemeinde und zeigte Parallelen der Arbeit in den gemeinsamen Bemühungen um die ältere Bevölkerung auf. Es traf sich gut, dass Kirchesch als Vorsitzender des Kreisverbandes des Neckar-Odenwald-Kreises im Gemeindetag Baden-Württemberg sich gerade mit einem Problem befasst, dass die ältere Bevölkerung im ländlichen Raum besonders berührt.

Im Zusammenhang mit der SWR 4 Reform sollen nämlich die Frühsendungen des SWR 4 zurückgefahren und es soll ab 2016 nur noch eine gemeinsame Frühsendung aus Stuttgart gesendet werden. Statt sieben Sendungen aus verschiedenen Regionen soll es nur noch eine landesweite aus Stuttgart geben. Die Verwendung der positiv besetzten Formel „Reform“ täuscht darüber hinweg, dass die treuen älteren Stammhörer von SWR 4 in den eher ländlich geprägten Räumen vor einem herben Verlust stehen. Das „Herzstück der Regionalberichterstattung“ wird herausgeschnitten und regionalpolitisch bedeutsame Entscheidungen aus den Gemeinden und Ortschaften des Landkreises werden kaum noch eine Rolle spielen.

Zu dem künftigen Gesicht des „Kurpfalzradio“ haben sich die Mitglieder des Kreisverbandes Neckar-Odenwald-Kreis in einer unmissverständlichen Resolution geäußert und um Unterstützung der Forderung des Gemeindetages im Rundfunkrat des SWR gebeten. Die „Vor-Ort-Berichte“ müssen nach Auffassung der Bürgermeister unbedingt erhalten bleiben.


Der Kreisseniorenrat konnte sich als Vertretung und Sprachrohr der älteren Mitbürger des Kreises dem Appell um Unterstützung nicht verschließen und protestiert ebenfalls bewusst und nachdrücklich. Die Bandbreite der Berichterstattung über private und öffentliche Angebote, die regionalen Bezüge und Geschichten über Land und Leute darf nicht eingeschränkte werden. Das „Seniorenradio“ ist beliebt und für viele Ältere das täglich genutzte vorrangige Medium.

Das Ehepaar Stolf berichtete aus der ihre Kräfte oftmals überfordernde Arbeit in der Gemeinde, für die oft genug helfende Hände fehlen. Dabei stand die Frage nach Unterstützung in der Leitungsfunktion und geeignete Nachfolge im Mittelpunkt.

Im gemeinsamen Gespräch wurde nach Lösungen und möglichen Verbesserungen gesucht. Dieser freundschaftliche und lebhafte Kontakt hat die Möglichkeit weiterer Gespräche und helfender Anregungen deutlich gemacht.

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